Die 5 malerischsten Orte Armeniens

Armenien ist ein kleines Land, welches alte kulturelle Erben mit einzigartiger und wunderschöner Natur vereint. Jedes Jahr besuchen Touristen aus vielen verschiedenen Ländern das Land, um seine architektonischen Denkmäler zu besichtigen, das klare und heilende Mineralwasser zu kosten, oder die wunderschönen Landschaften zu genießen. Die Landschaften hier sind wirklich unvergesslich: bewaldete Berge und Hügel, klare Seen, Almwiesen mit Blumen, rauschende Wasserfälle, reißende Flüsse, tiefe und malerische Schluchten. Armenien ist unter anderem auch das erste Land, das das Christentum als Staatsreligion annahm. Heutzutage beinhaltet das Gebiet des Landes mehr als 4000 religiöse Denkmäler des Christentums, von denen jedes seine eigene Geschichte zu erzählen hat. Im Folgendem präsentieren wir Ihnen die Top 5 der malerischsten Orte Armeniens, die sehr für Reisen zu empfehlen sind und unbedingt besucht werden sollten.

 

Dilijan

Dilijan Armenien

Dilijan ist eine der schönsten Städte Armeniens. Touristen, sowie auch Einheimische, kommen hierher, um die Schönheit der Stadt zu genießen, sich zu erholen und um die saubere und gesunde Luft mit weichen Pinienaroma zu genießen. Die Stadt bietet verschiedene gemütliche Ferienhäuser und Hotels, welche für Ruhe und Erholung sorgen und von Naturschutzgebieten umgeben sind, welche das weitere Bestehen von Eichen- und Pinienwäldern, sowie auch von Bergseen sichern sollen. Dies erklärt auch die saubere und gesunde Luft Dilijans. Etwa 20 Minuten Autofahrt nordöstlich von Dinijan befindet sich der herrliche See namens Parz, welcher ebenfalls ein Teil des Naturschutzgebietes ist. Er ist von breiten Bäumen umgeben, welche sich Richtung See senken und im klaren Wasser gespiegelt werden. Es existiert außerdem ein Waldpfad, der vom See zum Dorf namens Gosh führt. Diese Route ist so malerisch, dass es kein Wunder ist, dass sie bei Wanderfreunden große Beliebtheit genießt. Im Dorf selbst können Sie ein mittelalterliches Kloster aus dem 8. Jahrhundert namens Goshavank besichtigen.

 

Jermuk

Jermuk Armenien

Jermuk ist eine weitere äußerst gemütliche Stadt Armeniens, welche nicht nur eine schöne Landschaft, sondern auch klares Mineralwasser besitzt, das für die heilende Wirkung gegenüber vielen Krankheiten bekannt ist. Der schöne Fluss Arpa teilt die Stadt in zwei Teile und mündet im Wasserfall Jermuk, welcher eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist. Außerdem ist er der zweitgrößte Wasserfall Armeniens. Das Wasser fällt hier aus einer Höhe von 68 Metern hinunter und verursacht beim Aufprall Myriaden von glitzernden Spritzern. In der Schlucht des Flusses können Sie eine interessante Felsenformation, die eine riesige hundert Meter große Monolyth mit großen Stufen ist, welche zur Spitze führen. Diese nennt man auch „Stairway to heaven“ – Treppen zum Himmel. Bis zum heutigen Tage ist noch nicht bekannt, ob jene Stufen aus menschlicher Hand oder aus Naturereignissen entstanden.

 

Khndzoresk

Khndzoresk Armenien

Nicht weit von der Stadt Goris im Syunik-Gebiet entfernt liegt eine Stadt mit unbeschreiblicher Schönheit. Für alle Touristen, die diesen Ort besichtigen scheint es, dass die Zeit gestoppt hat und sie sich in einem früheren Jahrhindert befinden. Die Hauptattraktion ist eine Höhlenstadt, in der Menschen vor mehr als tausend Jahren lebten. Dort lebten sie bereits seit Jahrhunderten und diese Höhle diente nicht nur als Wohnraum, sondern auch als Schutz vor Feinden. Die ehemaligen Bewohner dieser Stadt verließen diese, welche nun unter staatlichem Schutz steht. Besucher aus aller Welt kommen zu Khndzoresk, um diese einzigartige Höhlenstadt mit ihren alten Kirchen und Grabsteinen zu besichtigen. Vervollständigt wird das malerische Bild mit der der Stadt umgebenden grünen Landschaft inklusive mächtiger Felsen.

 

Lake Sevan

Lakesevan Armenien

Der Sevan-See ist einer der größten Süßwasserseen der Welt. Er ist so riesig, dass er auch als „Armenisches Meer“, und wegen seiner Schönheit auch als die „Perle Armeniens“ bezeichnet wird. Die Landschaft um den See lässt niemanden etwas zu wünschen übrig: Bergsteppen, Almwiesen und malerische Hügel. Auf der Sevan-Halbinsel steht stolz das im Jahre 874 erbaute Kloster von Sevanavank. Das Gebiet rund um dem See ist außerdem ein perfekter Ort für den Sommerurlaub. Einheimische, sowie auch ausländische Besucher genießen Jahr für Jahr während der Sommerzeit hier ihre Freizeit. Hier können sie surfen, auf Jachten oder Katamaranen fahren, campen und dementsprechend eine unvergessliche Zeit erleben. Doch auch im Winter lohnt es sich aufgrund der schönen Skigebiete, diesen Ort zu besuchen.

 

Mount Aragats

Mount Aragats Armenien

Der Berg Aragats ist ein erloschener Vulkan und gleichzeitig der Höchste Punkt Armeniens (4090m). Almen und eine Vielzahl von duftenden Blumenarten umgeben den Berg, sowie auch hunderte von kalten Quellen, welche nicht minderschön sind. Das Panorama, welches Ihnen von der Medium-Seite präsentiert wird ist ebenfalls nicht weniger beeindruckend: die Bergseen, Silber auf dem Hintergrund der smaragdgrünen Wiesen, einsame Hügel, welche aus den Tälern des Araks Flusses herausragen. Die Temperatur hier ist von der Höhe abhängig: je höher man steigt, desto kälter wird es. Der Mount Aragats ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Bergsteiger.

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Route nationale 7: Im alten Opel Kapitän über die Route 66 Europas

Was ist aus der Landstraße, der alten Fernstraße geworden? Was aus den Wegen, auf denen die Reisenden nicht durch die abgeschirmte Welt sechsspuriger, kreuzungsfreier Autobahnen von einem Ende des Landes zum anderen geführt werden? Auf denen sie vielmehr mit ihrer Limousine mitten durchs Leben rollten, auf zwei Spuren mit Gegenverkehr, und immer mal entschleunigen mussten, auch stehen bleiben, wobei ihr Blick durch die Fenster in Wohnzimmer, Cafés oder Geschäfte fiel.

Bei heruntergekurbelten Scheiben zogen die wechselnden Gerüche, Geräusche und Temperaturen herein. Mehrere Tage auf engstem Raum unterwegs, Strapazen, plärrende Kinder – aber viele der Straßen durch Städte, Dörfer und Landschaften wurden verehrt, einige besungen, sie waren legendär, ihre Namen standen für Sehnsucht, Fernweh, für die schönsten Jahre des Autokults.

Die französische Antwort auf die amerikanische Route 66

Willkommen im Roadmovie, Einsteigen ins Jahr 1956, jedenfalls in ein Auto aus jenem Jahr. Mit einem alten Opel Kapitän geht es „in die Sonne, in die Freiheit“. So heißt das Buch des Autors Michael Kröher und des Fotografen Wolfgang Groeger-Meier, die uns darin, fast wie im Kino, ihre Reise auf so einer Straße vorführen. Auf der französischen Route Nationale 7, die Ikone für den Autoverkehr in Richtung Süden aus den 50er- und 60er-Jahren.

Ausgangspunkt: Paris. Endpunkt: Mittelmeer, kurz hinter Nizza bei Menton. Neben den sonnenhungrigen Touristen zogen Tramps, Hippies und Straßenmusiker entlang der Nationale 7 (RN 7) gen Süden. Auch Groeger-Meier war auf der Strecke einst zu Hause. Aufgewachsen in Paris sah er sie als Kind viele Jahre hintereinander, jeden Sommer vom Rücksitz des elterlichen Peugeot 404 aus, hin und zurück.

Die RN 7 ist ein Traum, liebevoll auch „Route Bleue“ genannt – blau wie das Meer und der Himmel an der Côte d’Azur. Sie war die französische Variante der amerikanischen Route 66. Doch mit dem Ausbau der mautpflichtigen Autobahnen verblasste ihr Ruhm. Heute schätzen Nostalgiker den Umweg, am stilvollsten im Oldtimer. Wer sie in unseren Tagen befahren will, muss allerdings historischen Straßenkarten folgen. Auf den neuen ist sie nicht mehr markiert, ihr offizieller Status ist passé.

Seit die Nationale 7 entwidmet wurde und die Zuständigkeit 1972 an die Departements ging, ist das Original auf vielen Etappen „verfälscht“, der Verkehr auf Umgehungsstraßen verlegt, auf vierspurige Schnellstraßen, oder gleich auf die Autobahn. Um so charmanter, inzwischen fast schon wieder naturbelassen, präsentiert sich die ursprüngliche Strecke. Und sie sind noch zu finden, die berühmtesten Etappen, die Rastplätze und Tankstellen, die Gasthäuser und berüchtigten Engpässe in den Orten, einst in der Hochsaison geplagt von stundenlange Staus.

Sie fahnden nach Zeugen aus der Zeit der Route nationale

Die ersten Kilometer der Strecke – Beginn ist vor der Kathedrale Notre Dame – verlieren sich noch im Straßengewirr des Pariser Zentrums. Hinaus geht es durch die Betonschluchten der Trabantenstädte. Von ihnen war damals noch nichts zu sehen, nichts zu ahnen von der explosiven sozialen Brisanz, die dort heute herrscht. Bei Orly steht am Straßenrand der Torso einer Concorde.

Dass der Traum vom Überschall-Passagierverkehr schon bald ausgeträumt sein würde, ahnte auch keiner in der Zeit, als die Pferdestärken unter der Haube immer mehr und die Pisten immer breiter wurden. Dann, hinter Fontainebleau, kommt das Gefühl der Landstraße auf, alte Alleen, von Buschwerk überwucherte Tankstellen, längst geschlossene Rasthäuser, angepriesen in den alten Reiseführer. Sie und die verwaschenen Reklamewände auf Häusern, mit Werbung für längst verschwundene Marken, zeugen von der einst so lebendigen Verkehrsader.

Anders als die Familienväter aus den Sechzigern und Siebzigern, die ihre Dauphine, R4 oder Simca Aronde nach Kräften prügelten, damit sie spätestens am zweiten Abend am Mittelmeer das Zelt aufschlagen konnten, lassen sich Kröher und Groeger-Meier Zeit, für sich, für den Leser, für ihren Kapitän. 1000 Kilometer in fünf Tagen, Spurensuche auf der Nationale 7.

Sie fahnden nach Zeugen aus der großen Zeit, Besitzer überlebender Werkstätten und Tankstellen etwa, die damals, zu Zeiten ihrer Väter, öfter zum Boxenstopp luden, weil die Ölwechsel noch alle 5000 Kilometer vorgeschrieben waren und allfällige Malaisen nervten, gerissene Bowdenzüge oder verdreckte Unterbrecherkontakte.

Die Autoren besuchen die Attraktionen der Durchgangsorte, an denen auch die Urlaubshungrigen, bei aller Eile, wenigstens beim ersten Mal kurz innehielten, die Brücke von Avignon, die römischen Amphitheater in Vienne und Orange. Sie treffen Menschen, die noch sehnsüchtig vom großen Durchgangsgeschäft in der Gastronomie und im Einzelhandel berichten können.

Wo die Ente endlich mal den Käfer abhängen konnte

Aber auch nach vorn denkende Bürgermeister, die entlang der heute ruhigeren Strecke sanften Tourismus aufbauen, und Wirte aus Sternerestaurants, die daran teilhaben wollen. Oder sie besuchen Häuser, die unmittelbar von der RN-7-Nostalgie zehren, wie das „Musée Mémoire de la Nationale 7“ in Piolenc, in dem die Kleinwagen alle stehen, die damals die Strecke bevölkerten.

Die Landschaften wechseln mit den Flusstälern, Île-de-France mit der Seine, Burgund und Zentralmassiv mit der Loire. Dann der Aufstieg zur westeuropäischen Wasserscheide zwischen Atlantik und Mittelmeer, zum Col du Pin-Bouchain auf immerhin 760 Meter über dem Meer, wo damals die 2CV-Ente endlich mal den etwas stärker motorisierten VW abhängen konnte. „Der Käfer ist eben doppelt so schwer und kann nicht so gut durch die Kurven schaukeln“, verteidigte sich dann der deutsche Papa am Volant in Richtung Rückbank.

Noch sind sie nicht überall verschwunden, die oben abgerundeten, rot-weißen Kilometersteine der Nationale 7 und all die anderen alten Wegmarken, gemalt, gegossen, gemauert, obwohl ihnen ihre offizielle Funktion genommen wurde. Irgendwann werden sie unter Denkmalschutz stehen. Beim Abstieg zur Rhône beginnt es, nach Mittelmeer zu riechen, hinunter geht es zu den Pinienwäldern, zu den Olivenbäumen, den Kräutern der Provence, den zirpenden Grillen, den warmen Abenden.

Das Auto der beiden Autoren, fast sechzig Jahre alt, ist denkbar passend. Ihr Kapitän, Oberklasse, sechs Zylinder, 75 PS, 140 Spitze, war vielleicht der schönste in der Modellreihe, die damals fast jährlich die Karosserie wechselte und dabei ansonsten meist nur amerikanischen Protz nachahmte. Der „56er“ nicht, zweifarbige Eleganz, freundliches Gesicht, zurückhaltende Proportionen.

Nun gut, Weißwandreifen hätten vielleicht gepasst, vor allem ein Autoradio. Dann nämlich hätten die Fahrer in den fünf Tagen daraus sicher irgendwann den Schlager von Charles Trenet aus dem Jahr 1959 über die Straße herausgeholt: „Man ist glücklich auf der Route Nationale 7″, sang Trenet damals, trällerte über die Olivenbäume am Straßenrand, den Himmel darüber und die Sonne im Herzen. Ein Hit. Es blieb nicht der einzige über die Kultstraße.

Warum die beiden Autoren nicht mit einem Citroën DS 19 oder Peugeot 404 unterwegs waren? Kröher sagt, sie hätten auf der Strecke, die heute von vielen französischen Nostalgikern in ihren einheimischen Oldtimern befahren wird, mit dem Kapitän ganz bewusst zeigen wollen, dass sie aus dem Ausland, aus Deutschland gekommen seien. Dabei dürfte das freundliche Gesicht auch damals auf der Nationale 7 kein unbekanntes gewesen sein. Der Kapitän, die Oberklassen-Limousine, war in den 50er-Jahren zeitweise der am drittmeisten verkaufte Autotyp in Deutschland, hinter dem VW Käfer und dem Opel Rekord, und zwei Drittel der Produktion gingen ins europäische Ausland.

Klassiker, zu denen die Highways niemals aufrücken werden

Beliebt war die Strecke sowieso auch bei Urlaubern in Deutschland, wo es an legendären Landstraßen eher mangelte. Wer hier nach dem Krieg in den Süden in die Ferien wollte, dem standen von Anfang an Autobahnen zur Verfügung, und die hatten noch nie Charme. Gab es je ein sehnsüchtiges Lied über die „Hafraba“, die Autobahn von den Hansestädten über Frankfurt nach Basel? Oder über Bundesstraßen wie die B 3, die zu Beginn wenigstens noch manche Lücke im vierspurigen Netz zweispurig schließen mussten?

Sie blieben ohne Glanz, nie wurde eine deutsche Fernstraße mit der Route 66 durch die USA verglichen, die Nationale 7 dagegen immer wieder. Erst vor Kurzem führte die „Washington Post“ in einer Reportage die Parallelität an. Auch der alte amerikanische Highway ist Kult, in einem Land, in dem die großen Roadmovies wie „Easy Rider“, „Paris, Texas“ oder „Wild at Heart“ eben die guten alten zweispurigen Straßen in Szene setzen, jene Klassiker, zu denen die Highways niemals aufrücken werden.

Kurz vor dem Ende der RN 7 schossen die Autoren noch ein Foto vom Hauptdarsteller, ihrem Kapitän, vor dem Schloss in Villefranche-sur-Mer, in dem die Rolling Stones Songs schrieben und Joints rauchten. Das war Anfang der Siebziger, als die Kultstraße zur Geschichte wurde. Wenige Kilometer später war auch damals Schluss, am Meer oberhalb von Menton. Hier stand – und steht immer noch – der letzte rot-weiße Kilometerstein, der das Ende markierte – und den Start zurück nach Paris.

Originalbeitrag:

www.welt.de/reise/nah/article141377201/

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Studenten-Spezial: Studium ohne Abitur? Nur zu!

Um studieren zu dürfen, kann man das Abitur immer häufiger streichen.

Studieren ohne Abitur oder Fachabitur? Natürlich geht das. Mehr noch: Die wesentlichen Zahlen auf diesem Gebiet steigen durchweg, wie das „Centrum für Hochschulentwicklung“ (CHE) aus Gütersloh ermittelt hat. Auch ohne Uni-Eintrittsschein – formal: schulische Hochschulzugangsberechtigung – fänden immer mehr Menschen einen Weg zu akademischer Bildung, die vom Statistischen Bundesamt ermittelten 45.900 Studenten ohne Abitur für das Jahr 2013 seien jedenfalls ein Rekordwert.

 

Alles in allem habe sich diese Zahl seit dem Jahr 2007 nahezu verdreifacht, und auch der Anteil an der Gesamtzahl deutscher Studenten von knapp 1,8 Prozent sei noch nie so hoch gewesen. Was die Zahl der Studienanfänger und Absolventen betrifft, ergibt sich das gleiche Bild: 13.200 Novizen im Referenzjahr seien ein bislang unerreichter Wert. Und 4400 Hochschulabschlüsse bedeuteten, dass einer von hundert Absolventen in Deutschland ein Student ohne Abitur oder Fachhochschulreife gewesen sei.

Lieferten die Statistiker die Zahlen, so nannte das CHE auch einige Leuchttürme dieses dritten Bildungsweges, der ja seit langem die Kluft zwischen beruflicher und akademischer Bildung verkleinern soll. Das sind jene Hochschulen, die bei den Anfängerzahlen auf dreistellige Werte kommen – also zum Beispiel die Hochschule für Oekonomie und Management in Essen (943), die Steinbeis-Hochschule Berlin (533), die Diploma Hochschule Nordhessen (508), die Fachhochschule Südwestfalen (364), die HFH Hamburger Fern-Hochschule (303), die Duale Hochschule Baden-Württemberg (269), die Universität Hamburg (254), die Hochschule Koblenz (224), die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (184), die Fernhochschule Darmstadt (154), die Europäische Fernhochschule Hamburg (153), die Hochschule Wismar (118) und die Universität Mainz (108).

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Gewissermaßen außer Konkurrenz lief die Fernuniversität Hagen, die mit mehr als 2600 Anfängern ohne Hochschulzugangsberechtigung unerreicht ist – wie in den Jahren zuvor schon, sei das sogenannte Long-Distance-Learning doch unverändert attraktiv. Es gebe aber längst in allen Bundesländern und auf jeder Form der Hochschule Studienangebote, mehr als 6000 in ganz Deutschland. Die Möglichkeiten hätten sich seit dem Jahr 2009 deutlich verbessert. Wer die Voraussetzungen für eine Zulassung mitbringt – mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie Berufserfahrung -, hat also die Wahl.

Wie sie meistens ausfällt, ist inzwischen auch bekannt: 57 Prozent der Anfänger entschieden sich für eine Fachhochschule, 42 Prozent für eine Universität, 1 Prozent begann, an einer Kunst- oder Musikhochschule zu studieren. Noch bunter ging es bei den Studiengängen der Erstsemester zu. 46 Prozent landeten bei den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, 16 Prozent bei Sprach- und Kulturwissenschaften, 15 Prozent bei Ingenieurwissenschaften, 10 bei Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften, 10 Prozent bei Mathematik- und Naturwissenschaften.ögliche Quellen: Mama und Papa, ein Nebenjob, das Bafög oder eine Bank. Da heißt es, gut jonglieren und knapp kalkulieren. 

 

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http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/

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Schule in Frankreich: Sprachlose Freunde

Per Bildungsreform ruiniert die sozialistische Regierung den Deutschunterricht an Frankreichs Mittelschulen. Ein Rückschlag für die deutsch-französische Freundschaft.

Kommentar von Christian Wernicke

Es hat viele Ursachen, dass Deutsche und Franzosen einander nicht immer begreifen. Ein Grund für manches Missverständnis ist der übertriebene Respekt vor der Sprache des anderen: Man würdigt das Idiom des Nachbarn als hohes Kulturgut – nur lieben tut man es nicht. Die Sprache des jeweiligen Erz-Freundes macht vielen Angst: Die einen schreckt die Grammatik, die anderen hadern mit dem harten respektive weichen Klang. Französisch wie Deutsch gelten als schwer, ja als elitär. Lieber lernt man Englisch. Oder Spanisch.

In Frankreich lässt sich nun die Politik von diesem Zerrbild leiten. Im Rahmen einer Bildungsreform will die sozialistische Regierung an den Mittelschulen jene zweisprachigen Klassen und Europa-Sektionen abschaffen, die das Rückgrat fast allen Deutschunterrichts bilden. Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem betrachtet Spezialkurse als Bastionen für Kinder aus privilegiertem Haus und will sie, im Namen der Gleichheit, abschaffen.

Kein Argument scheint zur Frau Ministerin durchzudringen. Praktiker verweisen auf Erfahrungen, dass die zweisprachigen Schulformen auch Kinder aus benachteiligten Banlieues voranbringen. Experten mahnen, ein Ruin des Deutschen an den Schulen der Republik werde – per Flucht auf private Lehranstalten – die Ungleichheit verschärfen. Für die deutsch-französische Freundschaft ist diese Reform allemal ein Rückschlag.

Französischunterricht in der Schule „Wir müssen Schüler anfixen“

Irgendwie nicht sexy, außerdem ernst und schwierig: Das schlechte Image ist nur einer der Gründe, wieso die Lust an der französischen Sprache bei Deutschlands Schülern stetig nachlässt.

 

Originalbeitrag:

http://www.sueddeutsche.de/bildung

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Bessere Ausbildung für ErzieherInnen: Vier Jobs in einem

Bessere Ausbildung für ErzieherInnen

Die ErzieherInnenarbeit ist anspruchsvoller geworden – auch weil viele sehr kleine Kinder in Kitas sind. Experten fordern umfangreichere Ausbildung.

Wer den fast 50 Seiten starken „Orientierungsplan“ für Kitas in Baden-Württemberg studiert, bekommt den Eindruck, ErzieherInnen müssten KinderpflegerInnen, LogopädInnen, SozialarbeiterInnen und PsychologInnen gleichermaßen sein. „Wir stehen vor einer historischen Wende“, sagt Anke König, Projektleiterin für die Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte am Deutschen Jugendinstitut in München, „noch nie waren so viele Kinder in Tagesbetreuung untergebracht, vor allem nicht so viele junge Kinder, und noch nie waren die Erwartungen der Eltern an diese Einrichtungen so hoch. Kinder sollen nicht nur mit Matsch und Sand spielen, sondern dabei auch „sprachlich begleitet“ werden. Kinder sollen nicht nur malen, sondern auch veranlasst werden, „zu ihren eigenen Bildern zu sprechen“. Kinder sollen sich nicht nur über Geschenke freuen, sondern auch lernen, zwischen dem „Gebrauchswert“ und dem „Gefühlswert“ von Dingen zu unterscheiden.

Nicht nur der aktuelle Streik lenkt den Blick darauf, dass die Betreuung der 3,3 Millionen Kinder in den Kitas heute viel mehr sein soll als nur Windeln wechseln, aufpassen auf dem Spielplatz, Essen reichen und vorsingen. 17 Prozent der betreuten Kinder in den Kitas sind heute jünger als drei Jahre. Doch wer glaubt, die Arbeit mit den Allerkleinsten erfordere erst recht keine intellektuellen Qualitäten, der irrt. „Das ist eine sehr wichtige Lebensphase.

So viel wie in den ersten drei Lebensjahren lernen die Kinder später nicht mehr, und nie wieder sind sie so verletzlich“, sagt Iris Nentwig-Gesemann, Professorin für Bildung im Kindesalter an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. Bei den Kleinsten sei es besonders wichtig, eine „professionelle und reflektierte Bindungsbeziehung“ aufzubauen, ohne die Ersatzmama spielen zu wollen. Fachkräfte in den Kitas müssten das Verhalten der Kleinstkinder sehr aufmerksam beobachten und einschätzen können, um deren motorische, kognitive, sprachliche und sozial-emotionale Entwicklung individuell und passgenau begleiten und fördern zu können, so Nentwig-Gesemann.

B. A. Kindheitspädagogin

Daher fordern ExpertInnen und die Gewerkschaft Verdi eine umfangreichere Ausbildung für die BetreuerInnen. Bisher ist die Ausbildung zur staatlich anerkannten ErzieherIn eine Ausbildung an einer Fachschule, doch es gibt inzwischen auch immer mehr Studiengänge an Hochschulen mit einem höheren wissenschaftlichen Anteil und starkem Praxisbezug, wo man einen Bachelorabschluss etwa als „Kindheitspädagogin“ erwerben kann. Die AkademikerInnen machen derzeit nur 5 Prozent der rund 600.000 pädagogischen Fachkräfte in den Kitas aus.

„Jede Kita sollte neben den ErzieherInnen mindestens eine Kindheitspädagogin beziehungsweise einen Kindheitspädagogen beschäftigen“, sagt Nentwig-Gesemann, „und damit von multiprofessionellen Teams profitieren.“ Verdi will allerdings, dass vielen ErzieherInnen der Weg in eine akademische Aus- und Weiterbildung eröffnet wird, sodass in den Kitas dann nicht eine Minderheit, sondern die Mehrheit einen Hochschulabschluss besäße – und damit erst recht besser bezahlt werden müsste. Damit soll sich Deutschland auch an die Nachbarländer wie etwa Frankreich oder England angleichen, wo der Beruf nur an Hochschulen gelehrt wird.

 

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http://www.taz.de/Bessere-Ausbildung-für-ErzieherInnen

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Österreich: Gute Nachbarn

In Wien hat die Caritas ein ehemaliges Pensionistenheim in ein stylisches Hotel umgebaut. Empfangen werden die Gäste von Flüchtlingen.

Von Cathrin Kahlweit

Wien ist, auch wenn die Wiener das immer behaupten, keine grüne Stadt. Sicher, es gibt ein paar Parks und kleine Grünflächen, aber kaum breite, baumbestandene Alleen oder idyllische Wasserläufe. Wien ist, jenseits des goldenen Innenstadt-Rings, an vielen Stellen ziemlich grau. Das „Magdas“ aber liegt in Gehweite von der City am Rand des Praters. Von den Hotelterrassen und Balkonen aus schaut man in Baumwipfel, das Riesenrad dreht sich jenseits der Prater-Hauptallee leise im Kreis, und eine gigantische Schiffsschaukel schwingt beseelte Passagiere durch die Lüfte. Man kann sogar den Kahlenberg in der Ferne sehen und die Heurigenlokale am Hang erahnen. Das Hotel Magdas hat also einen immensen Vorteil, wenn man eine grüne Oase mitten in der Großstadt sucht: die Lage.

Leicht wird es das Hotel trotzdem nicht haben. Denn Wien hält knapp 60 000 Hotelbetten für seine Gäste vor. Und auch wenn es an manchen Tagen so aussieht, als sei mit großer Wahrscheinlichkeit jedes Bett an jedem Tag im Jahr belegt: Das täuscht. Die durchschnittliche Auslastung liegt bei 60 Prozent.

Warum das wichtig ist? Weil dem Magdas erst einmal nur fünf Jahre zugestanden wurden, um zu beweisen, dass es allein überleben kann. Und weil ein Hotel, das von der katholischen Kirche betrieben wird, das mit viel kreativem Erfindungsgeist eingerichtet werden musste, das von den Nachbarn – zumindest anfangs – sehr skeptisch betrachtet wurde, mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Zumal ein Teil seiner Angestellten Ungelernte oder ehemalige Langzeitarbeitslose sind. Und nicht alle super Deutsch sprechen.

Aber man kann die Sache auch ganz, ganz anders betrachten, und dann stellt sich das Hotel an der Laufbergergasse im zweiten Bezirk als eine kleine Sensation dar.

Es ist stylish, hip, heiter, gemütlich, innovativ, preiswert. Unter den 26 Mitarbeitern sind, neben fünf echten Hotellerie-Profis und einem Jobcoach, 20 Menschen aus 14 Nationen, die sich in der großen, weiten Welt auskennen, denn daher kommen sie: Es sind Flüchtlinge, die in Österreich als Asylbewerber anerkannt wurden oder eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung haben und in der Mitte Europas ein Zuhause suchen. Manche haben es im Magdas gefunden. Sie sprechen Russisch, Persisch, Portugiesisch, Spanisch, Französisch, Englisch.

Oder Arabisch. Malid Khodada stammt aus dem Irak, vor drei Jahren ist er über die Türkei mit dem Bus nach Österreich geflohen. Der junge, schüchterne Mann ist Jeside, und auf die Frage, vor wem oder warum er davongelaufen sei, wiederholt er das Wort Angst: Angst vor den Islamisten, aber auch Angst vor den Kurden, vor der Zukunft, vor dem Krieg. „Ich musste die Schule verlassen, hatte keine Arbeit. Ich bin 25 und habe schon mein halbes Leben verloren, ich will nicht noch mehr verlieren“, sagt er. Jetzt hat er einen echten Job, er arbeitet an der Bar des Magdas, und wenn er unsicher inmitten von Hotelgästen Platz nehmen soll, um zwischen Couchtischen, Kuchenvitrinen und Bücherregalen, mit Blick auf die noch unbestuhlte Holzterrasse hinter den großen Glasfenstern von seinem schwierigen, oft einsamen Leben zu erzählen, dann merkt man, dass er noch nicht angekommen ist. Dass er auch jetzt Angst hat, er gehöre nicht wirklich hierher.

Genau das will man bei der Caritas ändern. Der Staat Österreich heißt, wie ganz Europa, Geflüchtete nur sehr bedingt willkommen. Offiziell sollen Asylverfahren nur etwa sechs Monate dauern, aber viele dauern Jahre. Nach drei Monaten dürfen Asylbewerber theoretisch arbeiten – aber nur als Saisonarbeiter, als Erntehelfer etwa, in der Gastronomie, als Prostituierte. Die Zuverdienstgrenze liegt bei 110 Euro, wer mehr verdient, läuft Gefahr, aus der sogenannten Grundversorgung und damit auch aus der Krankenversicherung herauszufallen. Kaum ein Geflüchteter und kaum ein Arbeitgeber geht das Risiko ein: zu viel Bürokratie, zu viel Gefahr.

Unter anderem deshalb hat die österreichische Caritas, eine Hilfsorganisation der katholischen Kirche, unter der Überschrift Social Business eine Firma gegründet: Die Caritas Services GmbH realisiert Projekte unter der Dachmarke Magdas, was übrigens von „ich mag das“ herrührt. Ziel sei es, sagt Klaus Schwertner, Geschäftsführer der Caritas, „soziale Probleme mit wirtschaftlichen Ansätzen zu lösen“. Also betreibt man mittlerweile eine Kantine, zwei Großküchen, einen Hausmeisterbetrieb, einen Supermarkt, eine Recycling-Firma – und eben das neue Hotel.

Das war früher ein Pensionistenheim, und vor dem Umbau war alles etwas ältlich. Aber nun hängt ein Schild über dem Eingang, das verheißt, hier würden “ Vorurteile abgebaut“, und Studenten von der benachbarten Akademie der bildenden Künste haben sich eine schöne Methode ausgedacht, wie die Fassade aufgehübscht werden soll: Jeder Gast kann für 15 Euro ein glänzendes Kupfer-Paneel kaufen, das dann an der Außenwand befestigt wird. So wächst dem Hotel nach und nach eine glänzende Schale zu.

Überhaupt die Studenten: Sie haben sich bei der Renovierung mächtig ins Zeug gelegt und mitgeholfen, die Zimmer auszustatten. Die alten Einbauschränke wurden auseinandergesägt und als Tische neu zusammengesetzt. Hotel-Chef Sebastiaan de Vos, ein Profi aus den Niederlanden, ist durch die Republik gefahren und hat Möbel gesammelt: Metallschränke von der Bahn, die jetzt als Kleiderschränke einige Zimmer zieren, und ehemalige Gepäckablagen aus Zügen, auf die man seine Koffer stapeln kann. Vintage-Möbel und bunt bemalte Wände sind kombiniert mit neuen Teppichen und neuen Matratzen, und jeder Raum hat seinen eigenen Witz und Charme. Das Jägerzimmer zum Beispiel: An die Wand hat jemand Fahrradsättel mit Lenkern so angeschraubt, als hingen da Hirschgeweihe. Und obwohl die FPÖ anfangs unkte, hier werde womöglich ein Drogenumschlagplatz entstehen, weil in einem Teil des Gebäudes nämlich auch noch eine Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht ist, haben viele Nachbarn nach einer Schockphase – huch, hier sollen Ausländer leben? – Vertrauen gefasst, Bücher und Pflanzen gebracht.

Jetzt wirkt alles frisch poliert und heiter, und die Flüchtlinge, die ja nun Mitarbeiter sind, zeigen das Haus mit sichtlichem Stolz. Balvinder Singh etwa ist ein Sikh aus Nordindien, und er ist insofern eine Ausnahme, als er schon seit mehr als 20 Jahren in Österreich lebt. Er wollte auch einen Pass beantragen, aber das hat nicht geklappt, weil er nicht lange genug in die Sozialversicherung eingezahlt hat: keine Arbeitsgenehmigung, kein Job, Herzinfarkt, behindert. Er hat mal Gartenarbeit gemacht und mal Zeitungen ausgetragen, aber meist lebte er von der Sozialhilfe. Jetzt zerspringt er fast vor Dankbarkeit, dass es noch mal eine Chance für ihn gegeben hat nach all der Zeit. Klar, sagt Hoteldirektor de Vos, laufe nicht alles immer ideal: Menschen, die jahrelang von einem Verfahren ins nächste stolperten, von einer Anhörung zur nächsten, immer in Sorge vor einem negativen Bescheid oder einer Abschiebung, die immer nur warten mussten, warten, warten, die hätten manchmal Mühe, wieder in ein geregeltes Arbeitsleben einzutauchen.

Aber offenbar ist man im Magdas wild entschlossen, alle Mitarbeiter zu stabilisieren, zu trainieren und zu halten. Und vier Jugendlichen aus der WG der unbegleiteten Flüchtlinge eine Hotellehre zu ermöglichen.

Warum das so eindeutig und so sichtbar ist? Im Foyer begrüßen den Gast große und kleine, rechteckige und quadratische Fotos von all den schwarzen, gelben, weißen, hellbraunen und dunkelbraunen Menschen, die hier arbeiten. Und die Fotos würden ja nicht alle da hängen als Verbeugung, Lebensbeweis und Existenzberechtigung, wenn die Gefahr bestünde, dass das Projekt scheitert. Oder?

 

Originalbeitrag:

http://www.sueddeutsche.de/reise

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Schulsystem – Studie: Neue Mittelschüler landen öfter an höheren Schulen

Wien – Schüler aus Neuen Mittelschulen (NMS) wechseln häufiger an AHS-Oberstufen oder berufsbildende höhere Schulen (BHS) als Hauptschüler. Das zeigen am Mittwoch präsentierte Daten der Statistik Austria. Die NMS haben es aber nicht geschafft, Schüler aus den AHS-Unterstufen abzuziehen.

2013/14 wechselten rund 46 Prozent der Absolventen einer NMS an eine maturaführende Schule (AHS-Oberstufe/BHS), aber nur 39 Prozent der Hauptschüler. Bei den Schülern einer AHS-Unterstufe beträgt die Übertrittsrate sogar rund 93 Prozent.

„Kinder aus Neuen Mittelschulen schaffen es besser, in höherbildende Schulen überzusetzen als Hauptschüler“, sagte der Generaldirektor der Statistik Austria, Konrad Pesendorfer, bei einer Pressekonferenz zur Studie „Bildung in Zahlen 2013/2014“. Gegenüber der Anfang März präsentierten NMS-Evaluierungsstudie habe man eine „längere Zeitreihe an Daten“ zur Verfügung gehabt und damit „etwas stärker abgesicherte Ergebnisse“.

„Deutliche Verbesserung“

Die Ergebnisse würden eine „teils deutliche Verbesserung“ zeigen, so Pesendorfer. Das betreffe sowohl die Abstände zwischen Schülern mit deutscher bzw. nicht-deutscher Umgangssprache als auch generell die Fähigkeiten und den Willen der NMS-Schüler, in höhere Schulen zu wechseln.

„Offensichtlich spielt die neue Unterrichtsform dabei eine wesentliche Rolle“, folgerte Pesendorfer aus einem anderen Detail: Trotz NMS wechsle nach wie vor praktisch der gleiche Anteil an Volksschülern an eine AHS-Unterstufe (je nach Schuljahr 33 bis 34 Prozent) wie vor ihrer Einführung im Jahr 2008. „Es kann also nicht die Struktur sein, die zu den Ergebnissen führt“ – also etwa eine stärkere Durchmischung in der NMS.

„In der Sekundarstufe eins gab es offensichtlich eine Qualitätsverbesserung“, so Pesendorfer, „wenn man es als Erfolg betrachtet, dass Schüler verstärkt in Schulen mit Maturaabschluss strömen.“ Und: „Das Potenzial ist größer geworden.“ Inwiefern die ehemaligen NMS-Schüler tatsächlich die Matura schaffen oder ein Hochschulstudium absolvieren, kann allerdings noch nicht gesagt werden: Die ersten NMS-Jahrgänge kommen frühestens 2016 zur Matura.

Zwei Drittel wechseln in Neue Mittelschule

Ansonsten zeigt sich ein traditionelles Bild: Nach der Volksschule wechselt rund ein Drittel der Schüler in eine AHS-Unterstufe und zwei Drittel in Hauptschulen bzw. NMS. Bei den Maturanten sieht es anders aus: 53 Prozent besuchten zunächst eine AHS-Unterstufe, 42 Prozent eine Hauptschule (Rest: anderer Schultyp bzw. unbekannt).

Nach wie vor keine Verbesserung gibt es bei der Bildungsmobilität bzw. Bildungsgerechtigkeit: 56 Prozent der 25- bis 44-Jährigen aus einem Akademiker-Haushalt erreichen einen tertiären Abschluss, aber nur sieben Prozent in dieser Altersgruppe mit Eltern, die höchstens einen Pflichtschulabschluss haben. „Das Bildungsgen ist weiter sehr stark am Arbeiten“, so Pesendorfer. Diese Korrelation habe sich in den vergangenen Jahren nicht sehr stark verändert.

Auch eine weitere Entwicklung gibt zu denken: Zwar steigt der Anteil der Personen mit Tertiärabschluss an – mittlerweile beträgt dieser bereits 16 Prozent (1981: 4,5 Prozent). Allerdings bleibt nach einem kontinuierlichen Absinken in den Jahren davor der Prozentsatz der 25- bis 64-Jährigen mit der Pflichtschule als höchstem Abschluss seit einigen Jahren relativ konstant bei 19 Prozent (1981: 46 Prozent). 

URL der Quelle:

http://derstandard.at/2000014660683/Neue-Mittelschueler-wechseln-oefter-an-hoehere-Schulen

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Immobilienmakler (IHK)

Der Zertifikatslehrgang gliedert sich in vier Module:

Modul 1: Basisseminar für Immobilienmakler

Zielgruppe:

Alle, die beabsichtigen sich als Immobilienmakler selbstständig zu machen oder bereits selbstständig sind und ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten. Insbesondere Quereinsteiger aus Versicherungen, Bausparkassen, Banken, Architekten, Bauträger mit Trend zum eigenen Vertrieb aber auch absolute Branchenneulinge.

Kursziel:

Der An- und Verkauf von Immobilien ist kein Geschäft des täglichen Lebens. Sowohl Kauf und Verkauf, als auch Vermittlung und Bewertung von Immobilien sind komplexe Vorgänge. Diese verlangen neben Erfahrung ein hohes Maß an Flexibilität und Fachwissen. Die Kursteilnehmer erleben hautnah „Makeln aus der Praxis für die Praxis“ und erhalten einen Überblick über Umfang und Ablauf des Makelns von „A“ der Akquise über das richtige Marketing (Print und online) bis „Z“ dem zufriedenen Kunden. Praxisnahe Seminarinhalte sind gewährleistet.

Kursinhalt:

  • Berufsbild, Entwicklung und heutiger Stellenwert des Immobilienmaklers
  • Aufgabenbereiche des Maklers (MaBV)
  • Berufsausübungsvoraussetzungen, Regelung des § 34 c GeWO
  • Inhalt des Maklerkoffers
  • Das Exposé (Print, online)
  • Objekteinkauf, Akquise
  • Telefontraining
  • Maklerverträge
  • Widerrufsrecht 2014
  • Optimale Verkaufsvorbereitung
  • Der schnellste Weg zum Notar!
  • Die „richtige“ Werbung (Sicher vor Abmahnungen, zielgruppenorientierte Werbung, Onlinemarketing und sein heutiger Stellenwert)
  • Pflichten aus der EnEV 2014
  • Grundbuch
  • Vorbereitung und Abschluss eines Notarvertrages
  • Praktische Verkaufshilfen
  • Die Provisionsregelung und -sicherung
  • Wertvolle Fallbeispiele aus der Praxis, nicht nur für Einsteiger!

Modul 2: Aufbauseminar für Immobilienmakler

Zielgruppe:

Alle, die bereits das Basisseminar besucht haben bzw. bereits als Immobilienmakler erste Erfahrungen sammeln konnten, oder bereits selbstständig tätig sind und ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten.

Kursziel:

Sie erleben hautnah Makeln aus der Praxis für die Praxis mit wertvollen Tipps für die erfolgreiche Vermittlung von Immobilien. Das Seminar soll Grundlagen des Basisseminars vertiefen, bereits erlangte Kenntnisse erweitern und neue Themenbereiche eröffnen.

Kursinhalt:

  • Ausrichtung und Führung eines Immobilienmaklerunternehmens
  • Pflichten des Maklers nach dem GWG
  • Controlling
  • Tätigkeitsfelder des Immobilienmaklers (Immobilienvermietung/Grundlagen des Mietrechts/Immobilienleasing/Immobilienverkauf)
  • Dingliche Rechte (Vertiefung)
  • Immobilien Lebenszyklus
  • Alternative Vertriebsmodelle
  • Kundenakquise und -bindung
  • Immobilien und Steuern (Grundlagen)
  • Marketing (Kostenoptimierung/Effizientes Online-Marketing und Imagekampagnen)Provisionssicherung
  • Maklerrecht
  • Haftungsfallen vermeiden.

Modul 3: Immobilien Wertermittlung

Zielgruppe:

Immobilienmakler, Bauträger, Hausverwalter, Anlagenberater, Mitarbeiter von Bausparkassen, Versicherungen, auch für Neueinsteiger oder Privatpersonen

Kursziel:

Sowohl Kauf und Verkauf, als auch Vermittlung und vor allem die Bewertung von Immobilien sind komplexe Vorgänge. Diese verlangen neben Erfahrung ein hohes Maß an Flexibilität und Fachwissen. Die Teilnehmer des Seminars erhalten Grundlagen zur Durchführung einer Wertermittlung von Wohnimmobilien zum Bewertungsstichtag. Entsprechende Probleme werden anschaulich und praxisnah vermittelt. Die Dienstleister der Immobilienbranche unter den Teilnehmern sollen somit grundlegendes Handwerkszeug zur kompetenten und lösungsorientierten Betreuung ihrer Kunden erhalten.

Kursinhalt:

  • ImmoWertV 2010
  • Sachwertrichtlinienverordnung (SW-RL)
  • Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken
  • Flächennutzungsplan/Bebauungsplan
  • Bodenrichtwertkarte
  • Grundstücksmarktbericht + örtlicher Gutachterausschuss
  • Wertanpassungs
  • Faktoren und Tabellen
  • Ermittlung der baulichen Anlage(n)
  • Baukosten-Indizes
  • Flächen und Volumina
  • Tabellen, Richtwerte, Anpassungsfaktoren
  • NHK nach Basis 2000
  • NHK nach Basis 2005
  • Ermittlung des Sachwertes
  • Ertragswertermittlung
  • Vergleichswertverfahren
  • Der marktgerechte Preis, Verkehrswert
  • Fall-Beispiele
  • Berechnungen durch die Teilnehmer (bitte einen Taschenrechner mitbringen)

Modul 4: Wohnraummietrecht  

Zielgruppe:

Hausverwalter, Dienstleister der Immobilienbranche, Immobilienmakler, Bauträger, ebenso Haus- und Wohnungseigentümer. Alle, die beabsichtigen im Bereich der Wohnraumvermietung tätig zu werden oder bereits tätig sind und ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten

Kursziel:

Den Teilnehmern des Seminars werden zunächst Grundlagen des aktuellen Mietrechts und die entsprechenden Probleme anschaulich und praxisnah vermittelt. Darüber hinaus wird im Vertiefungsteil auf die aktuelle Rechtsprechung und den daraus resultierenden Problemen im Wohnraummietrecht eingegangen. Die Dienstleister der Immobilienbranche unter den Teilnehmern sollen grundlegendes Handwerkszeug zur kompetenten und lösungsorientierten Betreuung ihrer Kunden erhalten. Alle Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, die Tragweite der Einzelprobleme bei einem Mietvertragsschluss zu erkennen und fachkundig zu lösen.

Kursinhalt:

  • Systematik des Mietrechts
  • Mietrechtsänderungsgesetz
  • Abgrenzung zum Gewerbemietrecht
  • Mietverträge richtig gestalten und schließen
  • Probleme bei der Übergabe
  • Kaution
  • Übernahme
  • Rechte und Pflichten des Vermieters
  • Rechte und Pflichten des Mieters
  • Mangel an der Mietsache
  • Aktuelle Rechtsprechung
  • Instandhaltung und Instandsetzung
  • Schönheitsreparaturen
  • Mieterhöhung
  • Kappungsgrenze
  • Mietminderung
  • Beendigung des Mietverhältnisses
  • Betriebskosten

Weitere Anbieter von Veranstaltungen zur beruflichen Weiterbildung finden Sie im Weiterbildungs-Informations-System sowie im Kursnet der Bundesagentur für Arbeit.

Zur Anbieter-Website:

http://www.rhein-neckar.ihk24.de

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Urlaub in Tunesien: Als arabisches Land zahlen wir einen hohen Preis

Palmen-Idylle mit Kameraüberwachung, Boutiquehotels neben Bettenburgen: Obwohl sich die Lage in Tunesien nach Ausbruch der Revolution in der arabischen Welt recht schnell wieder beruhigte, kämpft das Land bis heute mit den Folgen der Krise – und mit dem Terror des Islamischen Staats, der auf das Land zurückstrahlt.

Auch die Tourismusbranche, die mit 6,5 Prozent einen beachtlichen Teil des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, leidet noch immer unter dem massiven Einbruch der Besucherzahlen. Die Krise zwingt das Land dazu, sich neu zu erfinden.

Vier Jahre nach dem „arabischen Frühling“ schürt nun die erste demokratische Wahl eines Präsidenten die Hoffnungen auf den wirtschaftlichen Aufschwung. Die scheidende tunesische Tourismusministerin Amel Karboul über Wachsamkeit, Musikfestivals im Wüstensand und ihren Wunsch, nach dem Berufsurlaub ein Sabbatjahr einzulegen.

Die Welt: In Tunesien begann im Dezember 2010 der „arabische Frühling“ mit der Verbrennung des Gemüsehändlers Mohammed Bouazizi. Gerade haben Sie die ersten freien Wahlen abgehalten. Tunesien gilt in der arabischen Welt als Vorreiter in puncto Demokratie. Was haben Sie besser gemacht als die anderen?

Amel Karboul: Das hat verschiedene Gründe. Zum einen dürfen wir auf eine lange Friedensgeschichte zurückblicken und verzeichnen eine hohe Bildungsrate – vor allem auch bei den Frauen. Zum anderen haben wir starke staatliche Institutionen: Zeigen Sie mir ein zweites Land, in dem am Freitag Revolution ist und die Leute am Montag wieder ganz normal arbeiten gehen – wie nach der Flucht des ehemaligen Präsident Zine el-Abidine Ben Ali am 14. Januar 2011.

Wir standen in der Vergangenheit immer wieder vor Situationen, die zu politischen Machtkämpfen hätten führen können. Doch die Beteiligten haben sich immer für die Demokratie entschieden – und gegen die Macht. Auch wenn das nie einfach war: Es zeigt die Reife, die das Land in den vergangenen Jahren erlangt hat. Das ist, denke ich, der Unterschied zu Ländern wie Libyen oder Syrien.

Die Welt: Dennoch hat der „arabische Frühling“ das Land in eine Krise gestürzt. Statt sieben kamen 2011 nur noch 4,8 Millionen Besucher ins Land, der Tourismussektor brach um 40 Prozent ein.

Karboul: Das ist das Paradoxe. Der Gewinner der vergangenen Jahre ist die Demokratie, es gibt aber auch einen Verlierer: die Wirtschaft. Tunesien ist sicherer als manche europäische Großstadt – und war es schon während und auch nach der Revolution. Aber wir haben das einfach schlecht kommuniziert.

Zum anderen ist es das Gesamtbild, auf das der Tourismus sehr empfindlich reagiert: Wenn in Syrien etwas passiert, schlägt sich das auch bei uns in Tunesien nieder. Wir sind Teil der arabischen Welt – und zahlen dafür einen hohen Preis, vor allem im Tourismus. Richtig ist, dass es hier immer wieder zu Demonstrationen kommt, was die Menschen verunsichert. Sie verlaufen aber friedlich und sprechen doch für die Demokratisierung des Landes.

Die Welt: Was hat sich seit der Absetzung und Flucht des Diktators Zine al Abidine Ben Ali 2011 im Tourismussektor verändert?

Karboul: Der Einbruch im ersten Jahr war für uns natürlich ein Schock. Wir spüren die Auswirkungen der Krise bis heute. Die Touristenzahlen steigen nur sehr langsam wieder, und vor allem die klein- und mittelständischen Hoteliers stecken nach wie vor in großen finanziellen Schwierigkeiten, mussten viele Mitarbeiter entlassen.

Es gibt aber auch einen positiven Effekt. In der Krise haben sich viele alternative Tourismuskonzepte zum Pauschaltourismus entwickelt: Boutiquehotels, Pensionen, Weingüter, neue Designlabels, das Streetart-Festival auf Djerba mit 150 Künstlern aus 30 Ländern, spirituelle Wanderungen werden angeboten.

Im Februar findet zum zweiten Mal ein elektronisches Musikfestival in der Wüste statt. Das ist eine ganz neue Energie, die das Land durchströmt. Und Tunesien hat diese kulturellen Schätze – wir haben sie nur nie verkauft.

Die Welt: Ist das das Ende der Bettenburgen?

Karboul: Nein. In den vier Sommermonaten ist der klassische Pauschalurlaub nach wie vor sehr gefragt – vor allem bei Familien und jungen Leuten, die Party machen wollen. 2014 waren wir in der Hauptsaison ausgebucht; und das wollen wir auch in diesem Jahr schaffen.

Aber das Jahr hat eben mehr als nur vier Monate, und die Saisonalität ist ein Problem für Hotels, die nicht selten bis zu 500 Mitarbeiter beschäftigen. Darum müssen wir Alternativen zum Strandurlaub entwickeln: Natur- und Kulturerlebnisse, Festivals, Yoga. Heute gibt es weltweit eine Milliarde Touristen pro Jahr, in zehn Jahren werden es doppelt so viele sein – das birgt auch für uns großes Potenzial.

Die Welt: Sie haben fünf Jahre in Deutschland gelebt. Wie wichtig ist der deutsche Markt für Tunesien?

Karboul: Sehr wichtig. Mit mehr als 400.000 Gästen pro Jahr machen die Deutschen einen beachtlichen Teil der Tunesien-Touristen aus. Außerdem sind deutsche Touristen für uns so etwas wie ein Qualitätsmerkmal: Wenn die zufrieden sind, sind meistens auch alle anderen zufrieden.

Die Welt: Gerade ist mit der Wahl von Beji Caid Essebsi die erste demokratische Machtübergabe in der Geschichte Tunesiens geglückt. Was erhoffen Sie sich vom neuen Präsidenten?

Karboul: Wir als Übergangsregierung hatten nach dem Abgang von Ben Ali drei Aufgaben: transparente, faire und sichere Wahlen, die Sicherheit im Land zu erhöhen und Wirtschaftsreformen auf den Weg zu bringen. Ersteres haben wir mit der Wahl von Essebsi erreicht, und auch die Sicherheit ist gestiegen. Diese neue Stabilität ist für den Tourismus enorm wichtig.

Das Schwierigste sind wohl die ökonomischen Reformen. Wir hoffen, dass die Wahl als Ende der Übergangszeit sowohl für Investoren als auch Touristen ein starkes Zeichen dafür ist, dass das Land auf dem richtigen Weg ist.

Die Welt: Essebsi hatte bereits unter dem Autokraten Ben Ali politische Ämter inne. Mit Habib Essid könnte nun außerdem ein hochrangiger Funktionär des Ben-Ali-Regimes neuer Regierungschef werden. Was macht Sie so sicher, dass das Land auf dem richtigen Weg ist?

Karboul: Wir haben in Tunesien heute eine starke bürgerliche Gesellschaft, verschiedene Parteien, freie Medien, transparente und demokratische Wahlen. Und Tunesien braucht alle verfügbaren Kompetenzen, um diese Strukturen aufrechtzuerhalten. Außerdem geht es uns nicht darum, eine gesamte Generation auszugrenzen. Wer Unrecht getan hat, musste sich dafür vor der Justiz verantworten.

Die Welt: 3000 Tunesier haben sich der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen – eine Entwicklung, die unter anderem in Form von Drohungen auch auf das Land zurückstrahlt. Wie gehen Sie damit um?

Karboul: Da haben wir eine ganz klare Strategie. Wir haben die Grenzkontrollen massiv verstärkt, schauen genau, wer das Land verlässt und wer kommt, und beobachten die Entwicklung verschiedener Gruppierungen über das Internet. Vor allem Leute, die aus Syrien zurückkommen, beobachten wir sehr genau – und bringen sie notfalls vor Gericht oder in psychologische Betreuung.

Mittlerweile haben wir auch alle Moscheen, die zwischenzeitlich von Extremisten besetzt waren, wieder unter Kontrolle. Sie sind wichtige Orte des intellektuellen Einflusses.

Die Welt: Wie gefährlich ist es zurzeit, in der arabischen Welt zu reisen?

Karboul: Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort für die mehr als 20 arabischen Länder. In Tunesien ist seit der Revolution kein einziger Tourist oder Besucher zu Schaden gekommen. Als Regierung tun wir alles, damit das so bleibt.

Die Welt: Ist Tunesien sicher?

Karboul: Tunesien ist schon seit Jahren sicher, ja.

Die Welt: In den vergangenen Wochen wurden in Tunesien ein Polizist und ein Mitglied der Nationalgarde brutal ermordet. Der scheidende Ministerpräsident Mehdi Jomaâ sagte kürzlich, er betrachte die Situation im Nachbarstaat Libyen als Gefahr für sein Land. Sie sind nicht beunruhigt?

Karboul: Die Situation in Libyen ist natürlich beunruhigend für die Stabilität der ganzen Region. Tunesien ist heute ein Sicherheitshafen für fast zwei Millionen Menschen aus dem Nachbarland. Mit ihren Familien haben Sie hier einen Zufluchtsort gefunden. Welches andere Land der Welt hat denn noch mal 20 Prozent der eigenen Bevölkerung zusätzlich aufgenommen? Und das friedlich und erfolgreich.

Die Welt: Ist Tunesien ein Sicherheitstrakt geworden?

Karboul: Wir haben schon versucht, das diskret zu lösen – mit Kameras an den Hotels zum Beispiel. Härtere Maßnahmen haben wir an der Grenze zu Libyen ergriffen, wo wir die Anlagen mit Toren und Sicherheitstechnik ausgestattet haben. Heute wird dort nicht mehr nur stichprobenartig kontrolliert, sondern wirklich jeder.

Vor den Wahlen und währenddessen gab es auch in den Städten vermehrt Polizeikontrollen. Ich hatte das Gefühl, dass die Menschen sich dadurch aber eher sicherer als verunsichert gefühlt haben.

Die Welt: Wie lange werden Sie diese Sicherheitsmaßnahmen aufrechterhalten?

Karboul: So lange wie notwendig. Wir bleiben wachsam und beobachten die Lage kontinuierlich – auch in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie Deutschland oder Algerien.

Die Welt: Können Sie sich vorstellen, Ihre Funktion als Tourismusministerin auch unter dem neuen Präsidenten fortzusetzen?

Karboul: Wenn man mich fragt, dann würde ich es dann kontextabhängig entscheiden. Am liebsten würde ich jetzt allerdings, um ehrlich zu sein, mal ein Sabbatjahr einlegen – meditieren, Sport machen, mir die Zeit für Familie und existenzielle Fragen nehmen. Ich bin erst 41 Jahre alt – jung genug, um auch später noch mal in die Politik zurückzukehren.

Die Welt: Wo machen Sie Urlaub?

Karboul: Früher auf Djerba – meine Eltern und Großeltern leben hier. Weihnachten und Neujahr verbringe ich aber gern im sonnigen Südafrika, sonst finde ich auch Asien spannend. Seit ich Tourismusministerin bin, habe ich allerdings keinen Urlaub mehr gemacht. In diesem Amt ist man nie im Urlaub: Die Leute wollen mit einem immer über die Arbeit sprechen. Vielleicht muss ich mal woanders hinfahren.

Die Welt: Nach Deutschland zum Beispiel.

Karboul: Zum Beispiel – aber nicht im Winter. (lacht)

Adresse der Quelle:

www.welt.de

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Euro und Schweizer Franken: Wenn das Reisebudget durch die Finger rinnt

  • Mit dem Ende des Euro-Mindestkurses für den Schweizer Franken droht Touristen eine weitere spürbare Teuerung bei Besuchen im Alpenland.
  • Die Branche reagiert schockiert auf die Entscheidung der Nationalbank.
  • Besonders der Schweizer Wintertourismus steckt bereits seit Längerem in einer Krise.
  • Dass in den vergangenen Jahren viele Gäste ausblieben, führen Experten allerdings nicht nur auf die Preise zurück.
Von Charlotte Theile, Zürich, und Irene Helmes

Urlaub in der Schweiz ist kein Schnäppchen – das wussten EU-Bürger schon. Doch durch eine überraschende Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank dürften sich die Kosten regelrecht dramatisieren. Diese hat den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro aufgehoben. Innerhalb der ersten Stunden nach Bekanntgabe verteuerte sich die Schweizer Währung um mehr als 15 Prozent. So verliert das Reisebudget ausländischer Touristen spürbar an Wert. Wie sich der Wechselkurs in Zukunft verhält, ist zwar offen. Für den Fremdenverkehr in der Schweiz ist ein Kurssprung des Franken jedoch eine weitere schlechte Nachricht in Zeiten eines schweren Konkurrenzkampfs im Alpenraum.

In einer Pressemitteilung sprach der Schweizer Tourismus-Verband am Donnerstag von einem bedauernswerten Schritt der Nationalbank „aus heiterem Himmel“, der „für den nicht auf Rosen gebetteten Tourismus schwer zu verdauen“ sei. Man müsse nun weiter konsequent auf Innovation und die Stärkung des Images des Landes setzen. Der Chef des Schweizer Uhrenunternehmens Swatch sah in einer ersten Reaktion schwarz und sprach von einem „Tsunami, sowohl für die Exportindustrie als auch für den Tourismus und letztendlich für das ganze Land“. Branchen-Sprecherin Daniela Bär beklagte einen „schwarzen Tag für den Schweizer Tourismus“ und gab die Losung aus: „Schweizer, macht Ferien in der Schweiz!“.

Franken Schlecht für die Schweiz, gut für die Nachbarn

Die Zentralbank gibt den Franken frei. Wem schadet die Entwicklung? Und wer profitiert davon? Fragen und Antworten

Schon vor diesem Schock ging es etwa den Skiliften – ausgerechnet zum 150-jährigen Jubiläum des Schweizer Wintersports – alles andere als gut. Obwohl sie auch in der Saison 2013/2014 einige Millionen Menschen auf die Piste transportiert haben. 23,9 Millionen Skitage, sechs Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, verzeichneten die Skigebiete. Sieht man sich die langfristige Entwicklung an, ist das Ergebnis noch eindeutiger: In der Saison 2008/2009 gab es noch 29,3 Millionen Skitage, fast 19 Prozent mehr als im vergangenen Winter.

Dieses schlechteste Ergebnis seit zehn Jahren erklärten sich die Schweizer Bergbahnen in ihrem Jahresbericht zwar auch durch den warmen Winter und den Trend zu Schneesportarten, für die man keinen Lift braucht. Der wichtigste Grund für die Krise dürfte aber ein anderer sein: Die Schweiz als Urlaubsland war schon vor der heutigen Nachricht zum Wechselkurs zu teuer.

Etwas mehr als 69 Franken – zum bisherigen Kurs etwa 57 Euro, am Donnerstagnachmittag zwischenzeitlich sogar 67 Euro – kostet eine Tageskarte in den Schweizer Top-Winterskiorten derzeit durchschnittlich. In den angrenzenden Ländern – Italien, Frankreich und Österreich – liegen die Spitzen-Skigebiete unter 50 Euro. Viele Wintersportler sind deshalb in den vergangenen Jahren in die benachbarten Alpenregionen abgewandert: Seit 2003 wuchsen die günstigeren Konkurrenten, zu denen auch Deutschland gehört, jedes Jahr um durchschnittlich 0,4 Prozent. Die Schweiz verlor im gleichen Zeitraum fast zwei Prozentpunkte.

Touristen aus nahegelegenen Ländern wie Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden entscheiden sich immer seltener für einen Urlaub in der Schweiz. Besonders die Deutschen, die im Jahr 2008 noch mehr als sechs Millionen Übernachtungen in Schweizer Hotels buchten, halten sich zunehmend zurück: 2013 waren es 1,7 Millionen Übernachtungen weniger als 2008.

Skigebiete für Alpinfahrer, Langläufer, Rodler Weiß für alle

Die großen Skiarenen wetteifern um jeden Pistenkilometer – doch es geht auch anders: Diese fünf Wintersportgebiete bieten, was das Herz von Skifahrern, Langläufern, Tourengehern oder Rodlern begehrt. Alles in einem.

Wegen hoher Löhne und hoher Investitionskosten konnte die Schweiz schon bisher über den Preis kaum mit den Nachbarländern konkurrieren. Der Direktor von Schweiz Tourismus, Jürg Schmid, versuchte dies vor Kurzem zu relativieren: „Die Schweiz war nie billig und wird es wohl auch nie sein. Entscheidend ist, dass sie den Preis wert ist.“

Doch genau daran kamen in jüngster Zeit immer mehr Zweifel auf. Während im Nachbarland Österreich in den vergangenen Jahren viel Geld in neue Lifte, Beschneiung und Hotels gesteckt wurde, wagen sich die Schweizer Hotels und Skigebiete erst jetzt an Investitionen. Viele konkurrierende Ziele in Bayern, Österreich oder Südtirol haben aufgeholt, indem sie zum Beispiel moderne Lifte und bessere Pisten bereitstellten.

Andreas Keller, Sprecher der Schweizer Seilbahnen, nannte schon vor Monaten einen weiteren Grund für die Schwierigkeiten: den starken Franken. Seit 2008 sei die Schweiz allein durch die Schwäche des Euro bis zu 20 Prozent teurer geworden. „Dieser Effekt ist für uns doppelt negativ: Für EU-Bürger sind wir teurer – und für die Schweizer sind die Ski-Gebiete in der EU billiger.“ Genau diesen Trend dürfte die Wechselkursfreigabe nun noch weiter verstärken.

Bei den Übernachtungen waren die Zahlen des vergangenen Schweizer Winters immerhin etwas besser als beim Skisport: 15,6 Millionen Logiernächte konnten die Hotels in der Saison 2013/2014 verzeichnen. 2009/2010 waren es zwar noch 15,9 Millionen – doch nach dem Tiefstand von 15,2 Millionen 2011/2012 ging es zuletzt langsam wieder bergauf. In der Saison 2013/2014 lagen die direkten Einnahmen des Schweizer Wintertourismus bei etwa 14 Milliarden Franken, das entspricht den Jahren davor. Allerdings gibt es einen Trend zum Sparen: Bei den Schweizer Jugendherbergen stieg die Zahl der Übernachtungen im vergangenen Jahr besonders stark. Wintertrends wie Wellness-Urlaub, Schneeschuhlaufen und Winterwandern werden immer beliebter – doch auch sie sind vor einer ungünstigen Entwicklung des Wechselkurses nicht gefeit.

Wintersport in den Alpen Wer hat’s erfunden?

Die Schweizer feiern in dieser Saison 150 Jahre Wintertourismus. Zu Recht? In Österreich macht man ihnen das Jubiläum streitig. Weil sich Tradition gut verkauft, deutet jeder die Geschichte für sich.

Trotz allem erklärte Tourismusdirektor Jürg Schmid zu Anfang dieses Winters, der Schweizer Wintersport sei im Jahr seines 150-jährigen Jubiläums in einer „hervorragenden Situation“. Gerade Hotels mit vier Sternen seien stark gefragt – 2013 konnten diese um mehr als elf Prozent zulegen. Es gebe eine Vielzahl an Innovationen und Investitionen, die das Land auch in Zukunft attraktiv machen würden.

Der Paukenschlag zum Wechselkurs könnte allerdings noch mehr Urlauber vor die Frage stellen, ob ihnen all das den Preis tatsächlich wert ist.

Tipps für die Alpen Die schönsten Orte im Winter

Es soll ja Menschen geben, die nichts mit der kalten Jahreszeit anzufangen wissen. Dabei gibt es so viele Orte, an denen der Winter Spaß macht. Wir stellen unsere Favoriten in den Alpen vor.

 

Adresse der Quelle:

www.sueddeutsche.de

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Sonntag Aktuell Touristikpreis 2015: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten für Themenreisen ausgezeichnet

Hamburg (ots)

 - Sonntag Aktuell zeichnet kreative Reiseideen aus - Themenreisen "Fußball Weltmeisterschafts-Talks" von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten prämiert 

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gehört zu den am 18. Januar veröffentlichten Gewinnern des Sonntag Aktuell Touristikpreises 2015. Ausgezeichnet wurde das Themenreisen-Programm am Beispiel der „Weltmeisterschafts-Talk Reisen“ zur Fußball-WM im vergangenen Jahr. Auch 2016 zur Europameisterschaft wird dieses erfolgreiche Format an Bord der EUROPA und EUROPA 2 wiederholt.

Mit dem Touristikpreis zeichnet Sonntag Aktuell jährlich Veranstalter und Touristikbüros für ihre kreativen Reiseideen aus. In diesem Jahr stimmten über 4.000 Leser über die zwölf von der Redaktion vorgeschlagenen Konzepte ab und schlussendlich wurden drei Gewinner gekürt. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten erhält die Auszeichnung in der Kategorie „Unterwergs-Reisen“ für das Themenreisen-Programm am Beispiel der „Weltmeisterschafts-Talk Reisen“ zur Fußballweltmeisterschaft in Brasilien im Sommer 2014. Während der WM-Zeit analysierten an Bord der EUROPA und EUROPA 2 auf ausgewählten Reisen unter fachkundiger Leitung von Jochen Sprentzel und Jörg Wontorra Vereinsmanager, ehemalige Nationalspieler oder Schiedsrichter die Spiele und diskutierten mit den Gästen über Spielsituationen, Platzverweise und Schiedsrichterentscheidungen. Aktionen wie eine WM-Lounge, Torwandschießen oder auch kulinarische Begleitungen zu den Spielen rundeten das Programm ab.

Auch zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich können sich die Gäste wieder auf die Weltmeisterschafts-Talk Reisen freuen. An Bord der EUROPA und EUROPA 2 wird es auch dann auf ausgewählten Reisen spannende Talkrunden und Spielanalysen mit namhaften Experten geben.

Ebenfalls zum Programm der Themenreisen an Bord der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten Schiffe gehören unter anderem Familienreisen, Golfkreuzfahrten, Gourmet- und Musikreisen oder auch Studienreisen.

 

Original-Artikel:

http://www.presseportal.de/pm/22469/2929161

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Billigflieger auf Expansionskurs: Ryanair will Nummer zwei in Deutschland werden

Düsseldorf – Europas größter Billigflieger Ryanair will die Lufthansa auf deren Heimatmarkt angreifen und Air Berlin vom zweiten Platz verdrängen. „Derzeit haben wir einen Marktanteil von rund vier Prozent in Deutschland, in den nächsten drei bis vier Jahren streben wir eine Steigerung auf 15 bis 20 Prozent an“, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary dem „Handelsblatt“.

Damit lägen die Iren bei der Zahl der Starts zwar noch weit hinter Marktführer Lufthansa und dessen Billigtochter Germanwings, die auf der Kurz- und Mittelstrecke einen Marktanteil von knapp 50 Prozent halten. Sie rückten aber Air Berlin auf den Deutschland- und Europastrecken auf die Pelle, die Airline hat dort einen Anteil von über 20 Prozent.

Vor der neuen Billigstrategie der Lufthansa zeigte O’Leary keine Angst. „Da treffen sich Ingenieure und Doktoren in Frankfurt und beschließen am grünen Tisch, dass sie einen Billigflieger gründen. Das reicht aber nicht.“ Auch die neuen Töchter – gemeint sind Germanwings und die neue Billigplattform Eurowings – hätten die hohe Kostenstruktur des Mutterkonzerns. Lufthansa-Chef Carsten Spohr verspricht sich von Eurowings hingegen um 40 Prozent geringere Stückkosten.

Ryanair drängt nach München

Hatte Ryanair bislang vor allem auf kleinere Flughäfen abseits von Großstädten gesetzt, will O’Leary künftig verstärkt größere Flughäfen ansteuern. „Wir reden derzeit mit acht deutschen Flughäfen, davon vier bis fünf Großflughäfen, die noch nicht zu unserem Netz gehören.“ Diese böten nun „satte Rabatte“ an, um von Ryanairs Wachstum zu profitieren. Mit der veränderten Strategie will die Airline auch mehr Geschäftsreisende gewinnen.

Von April an werden die Iren Stuttgart anfliegen, der Flughafen Fuhlsbüttel in Hamburg steht bereits im Flugplan. „Wir kommen in alle eure größeren Flughäfen außer Frankfurt“, hatte Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs im Dezember in der „Wirtschaftswoche“ angekündigt – und namentlich den Münchner Flughafen genannt. Dort könnte es nach Aussage des Flughafensprechers aber schwierig werden, Slots zu bekommen.

Eigenes Vergleichsportal für Flugpreise

Den Umbau von Ryanair will O’Leary in den kommenden Monaten forcieren. Die Gesellschaft solle zu einem „Amazon der Lüfte in Europa“ werden. Voraussichtlich im März will er eine Website starten, die auch die Angebote der Wettbewerber auflistet. So sollten Kunden die Ticketpreise vergleichen können, ohne Preisvergleichsportale nutzen zu müssen.

Die Äußerungen von O’Leary im „Handelsblatt“ haben den Börsenkurs der Lufthansa am Dienstagnachmittag etwas belastet. Der Billigflieger-Chef sei zwar als Lautsprecher bekannt, habe bislang aber seinen Worten Taten folgen lassen, sagte ein Händler Am Montag hatte ein kräftiger Passagierzuwachs im Dezember die Ryanair-Titel auf ein Rekordhoch getrieben. Verbesserter Service und günstigerer Ticketpreisen haben die Billigairline wohl attraktiver gemacht.

 

Die Homepage besuchen:

www.spiegel.de

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