Erziehung / Bildung

Ein Handwerk mit viel Bumms

Von der Haubitze aus dem 16. Jahrhundert bis zum Nachbau einer Vorderladerkanone aus dem Dreißigjährigen Krieg: Wer den Betrieb von Stephan Zimmermann im thüringischen Stadtroda aufsucht, hat einen besonderen Wunsch. Zimmermann ist Kanonengießer und hat sich auf den Nachbau von Kanonen, Mörser und Haubitzen nach historischem Vorbild spezialisiert. „Zu uns kommen Mitglieder von Kanonenvereinen und Museumsbetreiber aus Deutschland und der ganzen Welt. Alle wollen sich von uns ihre ganz individuelle Kanone bauen lassen“, erzählt Zimmermann.

Meistens haben die Kunden ganz genaue Vorstellungen von ihrer Kanone. Als Vorlage dienen Bilder, Fotos, historische Zeichnungen oder alte Kupferstiche. „Unsere Kanonen sind originalgetreue Nachbauten und von der Bauart und Qualität vergleichbar mit den historischen Originalen“, sagt Zimmermann. Manchmal soll er aber auch eine ganz neue Waffe entwerfen nach individuellen Wünschen und eigenem Familienwappen darauf. Das Kundengespräch ist daher wichtig. Hier klärt Zimmermann, aus welchem Jahrhundert die Kanone sein soll, ob sie in Originalgröße oder maßstabsgetreu verkleinert sein soll. Welches Material gewünscht ist und welche Verzierungen. Und natürlich muss auch geklärt werden, ob es ein Kanonenrohr und eine Lafette, das heißt einen Unterbau, dazu geben soll. „Abhängig vom ursprünglichen Einsatzort des Geschützes sowie der Epoche bauen wir zum Geschützrohr auch die passende Lafette, beispielsweise Kasemattenlafetten, Blocklafetten oder Burgunderlafetten“, sagt der Kanonengießer nicht ohne Stolz.

 

Bevor es an die eigentliche Umsetzung geht, werden detaillierte technische Zeichnungen angefertigt. Anhand dieser baut Zimmermann zunächst ein präzises Holzmodell vom späteren Kanonenrohr. Auf Detailtreue legt er Wert – die Holzform dient zur Herstellung der eigentlichen Gussform, die aus einem speziellen Sand hergestellt wird. Das Kaliber, das ist die Größe des Schusskanals in dem Kanonenrohr, legt Zimmermann mit einem Metallrohr fest, das an entsprechender Stelle längs in der Mitte der Holzform platziert wird.

Der Sand, der zur Herstellung der Negativform des Kanonenrohres verwendet wird, ist mit einem speziellen Bindemittel versehen und härtet schnell aus. In die Form wird später das flüssige Metall, entweder Bronze oder Eisen, gegossen. „Flüssiges Eisen ist bis zu 1.300 Grad Celsius heiß. Bis ein Kanonenrohr aus Eisen vollständig abgekühlt ist, dauert es ein bis drei Tage, Bronze muss sogar, je nach Größe des Rohres, fünf bis sechs Tage abkühlen“, sagt Zimmermann. Abschließend wird jede gefertigte Kanone einem intensiven Test unterzogen. Dazu macht Zimmermann nach jedem Guss einen Materialtest. Gibt es Hohlstellen im Guss? Hält das Material einem Abschuss stand? Darüber hinaus werden Haltbarkeit und Schusstauglichkeit zusätzlich auch vom Amt für Materialwesen überprüft.  

Die von Hand gebauten Geschütze haben ihren Preis: Von wenigen Hundert Euro für ein maßstabsgetreues Modell bis zu fast 70.000 Euro für ein aufwendig verziertes Bronzerohr inklusive beschlagener Lafette aus Eschenholz werden für die eigene Kanone fällig. 

 

Kanonengießer brauchen technisches Verständnis sowie umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Metallproduktion und -bearbeitung. Sie müssen körperlich robust sein und fit in Geschichte. Eine Ausbildung wird in Deutschland nicht angeboten. Zimmermann hat sein Wissen durch intensives Studium von Fachliteratur und seine Arbeit in einer Gießerei erworben. Den Großteil hat er sich durch Learning-by-doing beigebracht. Damit er überhaupt Schusswaffen herstellen darf, war außerdem eine Fachkundeprüfung in der Waffenschule in Suhl nötig. Nur wer sie besteht, ist als eingetragener Hersteller für den Bau von Geschützen befähigt und bevollmächtigt.

Jobs als angestellte Kanonengießer gibt es allerdings kaum. Zwar fertigt Zimmermann in seinem Betrieb mehrere Dutzend Kanonenrohre und komplette Geschütze im Jahr. Er beschäftigt aber keine weiteren Angestellten. „Der Bedarf ist überschaubar, bundesweit weiß ich nur von zwei weiteren Kanonengießern“, erzählt er. Trotzdem findet er den Beruf großartig. „Jeder Auftrag ist ein Unikat und ich übe einen fast einzigartigen Beruf aus. Wer kann das schon von sich behaupten?“

  •  Gehalt: Abhängig von der Auftragslage
  • Arbeitszeit: Abhängig von der Auftragslage
  • Ausbildung: Keine Ausbildung im klassischen Sinne möglich, Vorkenntnisse aus einem metallverarbeitenden Beruf von Vorteil

 

Gesehen auf:

www.zeit.de/karriere/beruf/

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David Zehner – Warum ich ins Gymnasium zurückgekehrt bin

In der vierten Klasse stand ich vor folgender Entscheidung: Soll ich im Gymnasium bleiben oder in die HTL gehen? Spätestens nach dem Besuch der HTL am Tag der offenen Tür war mir klar, dass ich später etwas Technisches machen möchte, und so entschied ich mich, in die HTL zu wechseln. Doch im Nachhinein denke ich, dass mich das Technische ein wenig geblendet hat.

Allgemein- oder Fachwissen?

In allgemeinbildenden Gegenständen, wie Englisch und Deutsch, lernte ich in den zwei Jahren an der HTL fast nichts dazu, vor allem, weil das erste Jahr in diesen Fächern hauptsächlich dazu dient, das Niveau der ehemaligen NMS-Schüler an jenes der AHS-Schüler anzugleichen. Keine Frage, in den technischen Gegenständen lernten wir viel Interessantes und Nützliches, doch jeder muss sich die Frage stellen, was ihm wichtiger ist: Allgemeinwissen oder Fachwissen? Ich persönlich kam am Ende der zweiten HTL-Klasse zu dem Entschluss, dass mir Allgemeinwissen um einiges wichtiger ist. Außerdem ist es schwieriger, sich als Erwachsener nachträglich Allgemeinwissen anzueignen als Fachwissen.

HTL hat Potenzial

Dabei hätte die HTL durchaus Potenzial, der beste Bildungsweg für Technikinteressierte zu sein. Jedoch müsste man zum Beispiel die spärliche Anzahl an Englischstunden überdenken. Vor allem heute, da die Globalisierung so weit vorangeschritten ist, ist Englisch wichtig für jeden, der erfolgreich sein will – vor allem im wirtschaftlichen und technischen Sektor – und vielleicht einmal im Ausland leben möchte.

Andere Interessen

Jeder sollte sich einen Plan überlegen für den Fall, dass sich seine Interessen beziehungsweise Schwerpunkte ändern: Ist es einfach, nach dem Gymnasium Elektrotechnik zu studieren? Wie einfach ist es, nach der HTL Anglistik zu studieren? Fakt ist, dass HTL-Schüler an technischen Universitäten nur geringfügig besser abschneiden als AHS-Schüler. Da fragt man sich: Wozu die 37 Wochenstunden? Wozu ein Jahr länger in die Schule gehen?

Mein Tipp: Jeder, der (noch) mehrere Interessen besitzt und unbedingt studieren will, sollte die Schule wählen, die ihn am besten auf alle möglichen Szenarien nach der Matura vorbereitet. Das ist – für mich – das Gymnasium. (David Zehner, 21.10.2015)

 

Gelesen auf:

http://derstandard.at/

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Lehrermangel: Berlin, Oktoberfest, Schlager

Die deutsche Sprache hatte in den Niederlanden lange keinen guten Ruf. Auch deswegen werden nun die Deutschlehrer knapp.

 

Schule, Ferienjobs, Urlaub – die Neuntklässler im Deutschunterricht sollen heute einen Text über sich selbst schreiben. Die Lehrerin verteilt Arbeitsblätter mit Fragen. Sie sollen bei der Aufgabe helfen. „Arbeitet zu zweit“, ruft sie in die Klasse. „Ich komme rum und helfe.“ Die Schule ist ein Gymnasium in der südniederländischen Stadt Breda. Und die Lehrerin heißt Katharina Golke, ist 34 Jahre alt und eine heiß begehrte Nachwuchslehrkraft. Neben Englisch ist Deutsch die wichtigste Fremdsprache an niederländischen Schulen und zwei Jahre lang Pflicht. Den Unterricht anzubieten fällt vielen Schulen allerdings zunehmend schwerer: Es mangelt an Lehrkräften.

Ein spezielles Programm der niederländischen Regierung will das beheben. „Vom Assistenten zum Deutschlehrer“ heißt die Idee des Bildungsministeriums. Innerhalb von zwei Jahren schult man deutsche Muttersprachler zu Lehrkräften. Im ersten Jahr bekommen sie ein Stipendium, im zweiten arbeiten sie dann schon an einer Schule. Katharina Golke ist eine der Teilnehmerinnen in diesem Jahr. Sie hat in Aachen Literatur und Soziologie studiert und danach Deutsch als Fremdsprache unterrichtet.

Deutsch hat im Nachbarland einen miserablen Ruf – aber dennoch lernen es viele Schüler

Die ersten Monate waren hart, erinnert sie sich, vor allem wegen der Sprache. Niederländisch ist nicht – wie oft angenommen – ein deutscher Dialekt, den man problemlos verstehen kann. Zwar gibt es Ähnlichkeiten, doch die erschweren es Deutschen eher, gut Niederländisch zu sprechen. Vier Wochen Sprachkurs mussten für Golke reichen.

 

„Wir haben gedacht, wir schaffen das nie“, sagt sie. „Wir“, das sind die anderen aus dem Programm und ganz besonders ihre Kollegin Anne Hoegen, die zweite Nachwuchslehrerin an der Schule in Breda. Anne Hoegen ist 30 Jahre alt, Quereinsteigerin wie Golke. Sie hat Germanistik, Anglistik und Komparatistik studiert. In die Niederlande hat es sie gezogen, weil ihr Freund dort wohnt. Neben der Arbeit in der Schule besuchen die beiden alle zwei Wochen Seminare an der Universität Leiden. „Oft können wir das, was wir am Montag theoretisch lernen gleich am Dienstag anwenden“, sagt Anne Hoegen.

Und der Grund für den Deutschlehrermangel? Synke Hotje von der Stiftung EP-Nuffic, die das Programm für das Ministeriums umsetzt, weiß, dass nur wenige junge Niederländer Germanistik studieren. „Und von den wenigen macht nur ein Bruchteil noch die Lehrerausbildung im Anschluss“, sagt sie. „Deutsch ist kein Lieblingsfach.“ Laut Actiegroep Duits (Aktionsgruppe Deutsch), die in den Niederlanden für das Fach wirbt, waren 2013 gerade mal 269 Studierende landesweit in Germanistik eingeschrieben. Allein an der Uni Münster gab es zur gleichen Zeit 430 Studierende der Niederländischen Philologie. Zusätzlich zum ausbleibenden Nachwuchs werden in den nächsten Jahren viele ältere Lehrkräfte in Rente gehen. Dann müssen auch deren Stellen besetzt werden. Gelingt das nicht, können viele Schulen künftig kein Deutsch mehr anbieten.

Das Problem wurde nicht so angegangen, weil die Zahl der Deutsch-Schüler eigentlich rückläufig ist: 1995 waren es 540 000, im Jahr 2015 dann 380 000. Eine Reform des Unterrichts führte in den Neunzigern dazu, dass die Jugendlichen neben Deutsch andere Fremdsprachen wählen konnten. Also entschieden sich viele gegen Deutsch. Denn: Deutsch hat in den Niederlanden einen miserablen Ruf. Das hat der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg zu tun. Vorbehalte und Klischees werden in den Familien oft immer noch an die Jüngeren weitergegeben. Dazu kommt, dass man sich in den Niederlanden kulturell stark an Großbritannien orientiert.

Zuletzt hat es sich die Lage allerdings ein wenig geändert. Katharina Golke und Anne Hoegen stellen das an ihrer Schule fest: „Deutschland und vor allem Berlin sind jetzt populär“, sagt Golke. „Die Jugendlichen finden Berlin sehr hip und wollen alle auf Klassenfahrt dahin.“ So richtig merkt man die Liebe zur Sprache des Nachbarlandes in ihrem Unterricht nicht. Viele Schüler unterhalten sich oder tippen auf ihren Telefonen herum. Sich durchzusetzen fällt Quereinsteigerin Golke noch schwer, entmutigen lässt sie sich dadurch nicht.

Synke Hotje von der zuständigen Stiftung setzte auch auf einen Imagewandel des Deutschen. „Es wird als langweilig empfunden“, sagt die Expertin, „als schwierig und nicht so attraktiv.“ Vor allem wegen der komplizierten Grammatik – „und viele ältere Lehrer unterrichten immer noch sehr viel Grammatik und nicht das, was die Schüler anspricht“. Hotje hofft, dass die neue Generation von Deutschlehrern das Fach aufpeppt, etwa mit mehr Bezug zum modernen Deutschland. Sonderlich viel wissen die Jugendlichen in den Niederlanden nicht über den Nachbarn. „Berlin, Oktoberfest, Helene Fischer“, sagt Lehrerin Hoegen, die aber auch von einigen Jugendlichen erzählt, die sich sehr für Deutschland interessieren. „Und wir erwähnen oft, dass Deutsch für später wichtig sein kann.“ Schließlich ist die Bundesrepublik wichtiger Handelspartner der Niederlande.

 

Zuerst erschienen auf:

http://www.sueddeutsche.de/bildung/lehrermangel-berlin-oktoberfest-schlager-1.2616036

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Studenten-Spezial: Studium ohne Abitur? Nur zu!

Um studieren zu dürfen, kann man das Abitur immer häufiger streichen.

Studieren ohne Abitur oder Fachabitur? Natürlich geht das. Mehr noch: Die wesentlichen Zahlen auf diesem Gebiet steigen durchweg, wie das „Centrum für Hochschulentwicklung“ (CHE) aus Gütersloh ermittelt hat. Auch ohne Uni-Eintrittsschein – formal: schulische Hochschulzugangsberechtigung – fänden immer mehr Menschen einen Weg zu akademischer Bildung, die vom Statistischen Bundesamt ermittelten 45.900 Studenten ohne Abitur für das Jahr 2013 seien jedenfalls ein Rekordwert.

 

Alles in allem habe sich diese Zahl seit dem Jahr 2007 nahezu verdreifacht, und auch der Anteil an der Gesamtzahl deutscher Studenten von knapp 1,8 Prozent sei noch nie so hoch gewesen. Was die Zahl der Studienanfänger und Absolventen betrifft, ergibt sich das gleiche Bild: 13.200 Novizen im Referenzjahr seien ein bislang unerreichter Wert. Und 4400 Hochschulabschlüsse bedeuteten, dass einer von hundert Absolventen in Deutschland ein Student ohne Abitur oder Fachhochschulreife gewesen sei.

Lieferten die Statistiker die Zahlen, so nannte das CHE auch einige Leuchttürme dieses dritten Bildungsweges, der ja seit langem die Kluft zwischen beruflicher und akademischer Bildung verkleinern soll. Das sind jene Hochschulen, die bei den Anfängerzahlen auf dreistellige Werte kommen – also zum Beispiel die Hochschule für Oekonomie und Management in Essen (943), die Steinbeis-Hochschule Berlin (533), die Diploma Hochschule Nordhessen (508), die Fachhochschule Südwestfalen (364), die HFH Hamburger Fern-Hochschule (303), die Duale Hochschule Baden-Württemberg (269), die Universität Hamburg (254), die Hochschule Koblenz (224), die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (184), die Fernhochschule Darmstadt (154), die Europäische Fernhochschule Hamburg (153), die Hochschule Wismar (118) und die Universität Mainz (108).

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Gewissermaßen außer Konkurrenz lief die Fernuniversität Hagen, die mit mehr als 2600 Anfängern ohne Hochschulzugangsberechtigung unerreicht ist – wie in den Jahren zuvor schon, sei das sogenannte Long-Distance-Learning doch unverändert attraktiv. Es gebe aber längst in allen Bundesländern und auf jeder Form der Hochschule Studienangebote, mehr als 6000 in ganz Deutschland. Die Möglichkeiten hätten sich seit dem Jahr 2009 deutlich verbessert. Wer die Voraussetzungen für eine Zulassung mitbringt – mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie Berufserfahrung -, hat also die Wahl.

Wie sie meistens ausfällt, ist inzwischen auch bekannt: 57 Prozent der Anfänger entschieden sich für eine Fachhochschule, 42 Prozent für eine Universität, 1 Prozent begann, an einer Kunst- oder Musikhochschule zu studieren. Noch bunter ging es bei den Studiengängen der Erstsemester zu. 46 Prozent landeten bei den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, 16 Prozent bei Sprach- und Kulturwissenschaften, 15 Prozent bei Ingenieurwissenschaften, 10 bei Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften, 10 Prozent bei Mathematik- und Naturwissenschaften.ögliche Quellen: Mama und Papa, ein Nebenjob, das Bafög oder eine Bank. Da heißt es, gut jonglieren und knapp kalkulieren. 

 

Homepage besuchen:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/

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Schule in Frankreich: Sprachlose Freunde

Per Bildungsreform ruiniert die sozialistische Regierung den Deutschunterricht an Frankreichs Mittelschulen. Ein Rückschlag für die deutsch-französische Freundschaft.

Kommentar von Christian Wernicke

Es hat viele Ursachen, dass Deutsche und Franzosen einander nicht immer begreifen. Ein Grund für manches Missverständnis ist der übertriebene Respekt vor der Sprache des anderen: Man würdigt das Idiom des Nachbarn als hohes Kulturgut – nur lieben tut man es nicht. Die Sprache des jeweiligen Erz-Freundes macht vielen Angst: Die einen schreckt die Grammatik, die anderen hadern mit dem harten respektive weichen Klang. Französisch wie Deutsch gelten als schwer, ja als elitär. Lieber lernt man Englisch. Oder Spanisch.

In Frankreich lässt sich nun die Politik von diesem Zerrbild leiten. Im Rahmen einer Bildungsreform will die sozialistische Regierung an den Mittelschulen jene zweisprachigen Klassen und Europa-Sektionen abschaffen, die das Rückgrat fast allen Deutschunterrichts bilden. Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem betrachtet Spezialkurse als Bastionen für Kinder aus privilegiertem Haus und will sie, im Namen der Gleichheit, abschaffen.

Kein Argument scheint zur Frau Ministerin durchzudringen. Praktiker verweisen auf Erfahrungen, dass die zweisprachigen Schulformen auch Kinder aus benachteiligten Banlieues voranbringen. Experten mahnen, ein Ruin des Deutschen an den Schulen der Republik werde – per Flucht auf private Lehranstalten – die Ungleichheit verschärfen. Für die deutsch-französische Freundschaft ist diese Reform allemal ein Rückschlag.

Französischunterricht in der Schule „Wir müssen Schüler anfixen“

Irgendwie nicht sexy, außerdem ernst und schwierig: Das schlechte Image ist nur einer der Gründe, wieso die Lust an der französischen Sprache bei Deutschlands Schülern stetig nachlässt.

 

Originalbeitrag:

http://www.sueddeutsche.de/bildung

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Bessere Ausbildung für ErzieherInnen: Vier Jobs in einem

Bessere Ausbildung für ErzieherInnen

Die ErzieherInnenarbeit ist anspruchsvoller geworden – auch weil viele sehr kleine Kinder in Kitas sind. Experten fordern umfangreichere Ausbildung.

Wer den fast 50 Seiten starken „Orientierungsplan“ für Kitas in Baden-Württemberg studiert, bekommt den Eindruck, ErzieherInnen müssten KinderpflegerInnen, LogopädInnen, SozialarbeiterInnen und PsychologInnen gleichermaßen sein. „Wir stehen vor einer historischen Wende“, sagt Anke König, Projektleiterin für die Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte am Deutschen Jugendinstitut in München, „noch nie waren so viele Kinder in Tagesbetreuung untergebracht, vor allem nicht so viele junge Kinder, und noch nie waren die Erwartungen der Eltern an diese Einrichtungen so hoch. Kinder sollen nicht nur mit Matsch und Sand spielen, sondern dabei auch „sprachlich begleitet“ werden. Kinder sollen nicht nur malen, sondern auch veranlasst werden, „zu ihren eigenen Bildern zu sprechen“. Kinder sollen sich nicht nur über Geschenke freuen, sondern auch lernen, zwischen dem „Gebrauchswert“ und dem „Gefühlswert“ von Dingen zu unterscheiden.

Nicht nur der aktuelle Streik lenkt den Blick darauf, dass die Betreuung der 3,3 Millionen Kinder in den Kitas heute viel mehr sein soll als nur Windeln wechseln, aufpassen auf dem Spielplatz, Essen reichen und vorsingen. 17 Prozent der betreuten Kinder in den Kitas sind heute jünger als drei Jahre. Doch wer glaubt, die Arbeit mit den Allerkleinsten erfordere erst recht keine intellektuellen Qualitäten, der irrt. „Das ist eine sehr wichtige Lebensphase.

So viel wie in den ersten drei Lebensjahren lernen die Kinder später nicht mehr, und nie wieder sind sie so verletzlich“, sagt Iris Nentwig-Gesemann, Professorin für Bildung im Kindesalter an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. Bei den Kleinsten sei es besonders wichtig, eine „professionelle und reflektierte Bindungsbeziehung“ aufzubauen, ohne die Ersatzmama spielen zu wollen. Fachkräfte in den Kitas müssten das Verhalten der Kleinstkinder sehr aufmerksam beobachten und einschätzen können, um deren motorische, kognitive, sprachliche und sozial-emotionale Entwicklung individuell und passgenau begleiten und fördern zu können, so Nentwig-Gesemann.

B. A. Kindheitspädagogin

Daher fordern ExpertInnen und die Gewerkschaft Verdi eine umfangreichere Ausbildung für die BetreuerInnen. Bisher ist die Ausbildung zur staatlich anerkannten ErzieherIn eine Ausbildung an einer Fachschule, doch es gibt inzwischen auch immer mehr Studiengänge an Hochschulen mit einem höheren wissenschaftlichen Anteil und starkem Praxisbezug, wo man einen Bachelorabschluss etwa als „Kindheitspädagogin“ erwerben kann. Die AkademikerInnen machen derzeit nur 5 Prozent der rund 600.000 pädagogischen Fachkräfte in den Kitas aus.

„Jede Kita sollte neben den ErzieherInnen mindestens eine Kindheitspädagogin beziehungsweise einen Kindheitspädagogen beschäftigen“, sagt Nentwig-Gesemann, „und damit von multiprofessionellen Teams profitieren.“ Verdi will allerdings, dass vielen ErzieherInnen der Weg in eine akademische Aus- und Weiterbildung eröffnet wird, sodass in den Kitas dann nicht eine Minderheit, sondern die Mehrheit einen Hochschulabschluss besäße – und damit erst recht besser bezahlt werden müsste. Damit soll sich Deutschland auch an die Nachbarländer wie etwa Frankreich oder England angleichen, wo der Beruf nur an Hochschulen gelehrt wird.

 

Seite besuchen:

http://www.taz.de/Bessere-Ausbildung-für-ErzieherInnen

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Schulsystem – Studie: Neue Mittelschüler landen öfter an höheren Schulen

Wien – Schüler aus Neuen Mittelschulen (NMS) wechseln häufiger an AHS-Oberstufen oder berufsbildende höhere Schulen (BHS) als Hauptschüler. Das zeigen am Mittwoch präsentierte Daten der Statistik Austria. Die NMS haben es aber nicht geschafft, Schüler aus den AHS-Unterstufen abzuziehen.

2013/14 wechselten rund 46 Prozent der Absolventen einer NMS an eine maturaführende Schule (AHS-Oberstufe/BHS), aber nur 39 Prozent der Hauptschüler. Bei den Schülern einer AHS-Unterstufe beträgt die Übertrittsrate sogar rund 93 Prozent.

„Kinder aus Neuen Mittelschulen schaffen es besser, in höherbildende Schulen überzusetzen als Hauptschüler“, sagte der Generaldirektor der Statistik Austria, Konrad Pesendorfer, bei einer Pressekonferenz zur Studie „Bildung in Zahlen 2013/2014“. Gegenüber der Anfang März präsentierten NMS-Evaluierungsstudie habe man eine „längere Zeitreihe an Daten“ zur Verfügung gehabt und damit „etwas stärker abgesicherte Ergebnisse“.

„Deutliche Verbesserung“

Die Ergebnisse würden eine „teils deutliche Verbesserung“ zeigen, so Pesendorfer. Das betreffe sowohl die Abstände zwischen Schülern mit deutscher bzw. nicht-deutscher Umgangssprache als auch generell die Fähigkeiten und den Willen der NMS-Schüler, in höhere Schulen zu wechseln.

„Offensichtlich spielt die neue Unterrichtsform dabei eine wesentliche Rolle“, folgerte Pesendorfer aus einem anderen Detail: Trotz NMS wechsle nach wie vor praktisch der gleiche Anteil an Volksschülern an eine AHS-Unterstufe (je nach Schuljahr 33 bis 34 Prozent) wie vor ihrer Einführung im Jahr 2008. „Es kann also nicht die Struktur sein, die zu den Ergebnissen führt“ – also etwa eine stärkere Durchmischung in der NMS.

„In der Sekundarstufe eins gab es offensichtlich eine Qualitätsverbesserung“, so Pesendorfer, „wenn man es als Erfolg betrachtet, dass Schüler verstärkt in Schulen mit Maturaabschluss strömen.“ Und: „Das Potenzial ist größer geworden.“ Inwiefern die ehemaligen NMS-Schüler tatsächlich die Matura schaffen oder ein Hochschulstudium absolvieren, kann allerdings noch nicht gesagt werden: Die ersten NMS-Jahrgänge kommen frühestens 2016 zur Matura.

Zwei Drittel wechseln in Neue Mittelschule

Ansonsten zeigt sich ein traditionelles Bild: Nach der Volksschule wechselt rund ein Drittel der Schüler in eine AHS-Unterstufe und zwei Drittel in Hauptschulen bzw. NMS. Bei den Maturanten sieht es anders aus: 53 Prozent besuchten zunächst eine AHS-Unterstufe, 42 Prozent eine Hauptschule (Rest: anderer Schultyp bzw. unbekannt).

Nach wie vor keine Verbesserung gibt es bei der Bildungsmobilität bzw. Bildungsgerechtigkeit: 56 Prozent der 25- bis 44-Jährigen aus einem Akademiker-Haushalt erreichen einen tertiären Abschluss, aber nur sieben Prozent in dieser Altersgruppe mit Eltern, die höchstens einen Pflichtschulabschluss haben. „Das Bildungsgen ist weiter sehr stark am Arbeiten“, so Pesendorfer. Diese Korrelation habe sich in den vergangenen Jahren nicht sehr stark verändert.

Auch eine weitere Entwicklung gibt zu denken: Zwar steigt der Anteil der Personen mit Tertiärabschluss an – mittlerweile beträgt dieser bereits 16 Prozent (1981: 4,5 Prozent). Allerdings bleibt nach einem kontinuierlichen Absinken in den Jahren davor der Prozentsatz der 25- bis 64-Jährigen mit der Pflichtschule als höchstem Abschluss seit einigen Jahren relativ konstant bei 19 Prozent (1981: 46 Prozent). 

URL der Quelle:

http://derstandard.at/2000014660683/Neue-Mittelschueler-wechseln-oefter-an-hoehere-Schulen

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Contra Lateinunterricht: Warum Latein als Schulfach überflüssig ist

  • In Nordrhein-Westfalen erwägt man, angehenden Sprachlehrern keine Lateinkenntnisse mehr abzuverlangen.
  • Die Grundlagen, die Latein für moderne Fremdsprachen legt, werden überschätzt.
  • Das kulturelle Erbe der Antike ließe sich im Geschichtsunterricht besser vermitteln.
Kommentar von Roland Preuß

Tempora mutantur, et nos mutamur in illis – die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen. Das Latein hat viele Sinnsprüche zu bieten, dieser aber trifft in hübscher Ironie auf die Sprache selbst zu. Latein ist auf dem Rückzug, zumindest was die Universitäten angeht. Immer mehr Landesregierungen und Fakultäten kommen zu der Überzeugung, dass ein Studium auch ohne Latein seriös zu stemmen ist, so wie es sich derzeit in Nordrhein-Westfalen anbahnt. Dort erwägt man, angehenden Sprachlehrern keine Lateinkenntnisse mehr abzuverlangen. Dieser Trend wird nicht ohne Folgen an den Schulen bleiben.

Die Zahl der Schüler, die sich mit Ablativ und Deponentien befassen (müssen), ist zwar gestiegen. Das darf man aber nicht missdeuten als eine wachsende Popularität der Sprache. Es streben einfach mehr Schüler eines Jahrgangs das Abitur an und damit bleibt ihnen oft gar nichts anderes übrig als Latein zu lernen – es zählt vielerorts zum Pflichtprogramm.

Pro Lateinunterricht Warum Latein als Schulfach bleiben muss

Latein ist Basis vieler moderner Sprachen, ein Fenster zur Kultur. Auch wenn in manchen Bundesländern die Lateinpflicht für Lehramtsstudenten fällt, bleibt Latein für Schüler ein „Lernfach“ im besten Wortsinne. Pro und Contra Latinum

Die gestiegene Zahl der Lateinschüler wirft umso dringender die Frage auf, ob der zentrale Stellenwert des Fachs noch zeitgemäß ist. In Bayern zum Beispiel muss man nicht nur im humanistischen Zweig Latein belegen, auch am musischen und an vielen naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasien kommt man spätestens ab der 6. Klasse nicht um das Fach herum.

Dabei ist Latein nicht nur ein Fach unter vielen, oft ist es das Fach, das über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. So zumindest erlebte es der Autor dieser Zeilen, dessen Mitschüler am Gymnasium in erster Linie anhand schlechter Lateinzensuren aus der Bahn zum Abitur geworfen wurden. Statistisch belegt ist das nicht, es existieren dazu keine offiziellen Zahlen. Dennoch ist die Frage erlaubt: Ist es das Wert?

Ja, sagen die Befürworter des Latein und führen eine Reihe von Gründen an. Schlagend sind diese jedoch nicht, wie ein näherer Blick auf die Argumente zeigt:

1. Latein ist unverzichtbar für bestimmte Studienfächer.

Das ist sicher richtig für Alte und Mittelalterliche Geschichte, für Theologie und einige andere Fächer. Wer sich wissenschaftlich mit lateinischen Texten auseinandersetzt, muss die Sprache beherrschen. Die nötigen Kenntnisse lassen sich allerdings auch während des Studiums nachholen, die Unis bieten eigene Kurse dazu an. Mitunter tut es schon ein Lehrgang über die nötigen lateinischen Fachbegriffe, etwa in der Medizin. Zudem ist Latein – siehe oben – an den Unis auf dem Rückzug.

2. Latein ist nötig, um Deutsch, aber auch um Fremdsprachen richtig zu lernen.

Im Umkehrschluss müsste man all jenen Schülern, die auf Latein verzichten, unterstellen, dass sie nie richtig Deutsch lernen können. Nach dieser Logik müssten die Schüler in Sachsen-Anhalt oder Thüringen in bundesweiten Leistungstests weit abfallen gegenüber ihren bayerischen Altersgenossen, weil im Osten deutlich weniger Jugendliche Latein lernen als im Süden. Das ist aber nicht der Fall.

Der Weg zu gutem Deutsch muss nicht über Latein führen, auch andere Fremdsprachen und sogar guter Deutschunterricht können behilflich sein. Ähnlich verhält es sich mit Fremdsprachen: Eine Studie von Ludwig Haag und Elsbeth Stern kam 2002 zu dem Ergebnis, dass Studenten mit Französischkenntnissen leichter Spanisch lernten als Studenten mit gleichwertigen Lateinkenntnissen. Latein wird überschätzt. Warum also nicht gleich die lebendige Sprache erlernen?

3. Latein ist unverzichtbar für eine umfassende Bildung.

Natürlich kann man fragen: Was bleibt den meisten vom Lateinunterricht außer ein paar Sinnsprüchen wie „Audaces fortuna adiuvat“ (Den Tapferen hilft das Glück)? Und auch die sind nicht immer rasende Geistesblitze. Sicher, dies greift zu kurz. In der römischen (und griechischen) Antike wurzelt die westliche Kultur, sie brachte literarische, rhetorische und philosophische Meisterwerke hervor, die bis heute Gewicht haben. Damit ist jedoch nicht gesagt, dass der Lateinunterricht diese Wurzeln auch vermittelt.

In den ersten Jahren ist dies schon vom Sprachniveau her unmöglich, sie vergehen zwangsläufig mit Grammatik- und Vokabelpauken. Der Unterricht wird stark durch Übersetzungstechnik bestimmt, es gibt bis zur Oberstufe kaum Gelegenheit, einen Cicero oder Catull-Text philosophisch und historisch zu durchdringen. Dieses antike Erbe lässt sich auch an anderer Stelle vermitteln, sei es im Fach Geschichte, sei es durch die Lektüre von Übersetzungen. Die Entscheidung darüber, wie viel Latein noch zeitgemäß ist, ist eine Entscheidung darüber, welche Bildung noch zeitgemäß ist.

Die Welt und der Bildungskanon haben sich geändert

Wer auf Latein beharrt, blockiert faktisch andere, neue Inhalte. Bessere Alternativen gibt es genug: Fremdsprachen wie Französisch, Spanisch oder Italienisch. Damit würde man dem Leben in der EU gerecht, in dem sich die Bürger millionenfach über Grenzen hinweg austauschen. Diese Sprachen öffnen zudem eigene, gewichtige literarische und philosophische Welten. Hat uns eine Isabel Allende in ihrem Roman „Geisterhaus“ heute nicht mehr zu sagen als Caesar in „De bello Gallico“? Fällt ein Jean-Jacques Rousseau im Original tatsächlich ab gegenüber einem Tacitus?

Eine Reduzierung des Pflichtlatein in Schule und Universität hat nichts damit zu tun, Bildung nach dem Nutzwert auszurichten. Es hat damit zu tun, dass sich der Bildungskanon ändert mit der Welt da draußen vor der Schule. Das haben auch die Römer schon gewusst: Non scholae, sed vitae discimus, heißt es – Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

Fakten zum Latinum Latein zwischen Blüte und Verfall

Nach Plänen der Regierung in Nordrhein-Westfalen soll der Nachweis des Latinums für alle Lehrer entfallen, seitdem tobt bundesweit ein Grundsatzstreit. Einige Fakten zur Rolle der alten Sprache in Schulen und Universitäten.

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www.sueddeutsche.de/bildung

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Deutscher Bundestag: Linke kritisiert Rüstungsforschung an öffentlichen Hochschulen

Berlin: (hib/ROL) Der Markt für Militär- und Rüstungsgüter wächst. Nach Schätzungen des Stockholmer Instituts für Friedensforschung stiegen die Staatsausgaben im Jahr 2011 weltweit auf 1,74 Billionen US-Dollar. Im Ruestungsexportgeschaeft befindet sich Deutschland im weltweiten Vergleich an dritter Stelle hinter den USA und Russland. Forschung und Entwicklung im wehrtechnischen Bereich sind in Deutschland dementsprechend stark ausgeprägt, schreibt die Linke in ihrem Antrag „Keine Ruestungsforschung an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen – Forschung und Lehre für zivile Zwecke sicherstellen“ (17/9979). (mehr …)

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Deutscher Bundestag: Frauen werden im Wissenschaftssystem benachteiligt

Berlin: (hib/ROL) Die Gleichstellung von Frauen und Männern im Wissenschaftsbetrieb ist zwar vorangekommen, aber bei weitem nicht ausreichend: Je höher die Hierarchiestufe, desto geringer der Frauenanteil. Das ist das Fazit einer Öffentlichen Anhörung „Frauen in Wissenschaft und Forschung“ des Ausschuss für Bildung und Wissenschaft am heutigen Montagmittag. „Überall da, wo entschieden wird, sind kaum Frauen“, sagte die Ausschussvorsitzende Ulla Burchardt (SPD) in ihrem Eingangsstatement. (mehr …)

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Lehre & Berufsschule – Gleisbauchtechniker: Neue Lehre auf Schiene

18.11.2012, 16:59 | Guido Gluschitsch

Einen neuen Lehrberuf entstehen zu lassen, ist eine komplizierte Aufgabe

Seit 1. Juni können GleisbautechnikerInnen ausgebildet werden. Dem ging eine jahrelanger Konzipierungsprozess voraus. Für den neu geschaffenen Lehrberuf arbeitete ein Expertenteam aus Bahnbaufirmen ein Berufsbild aus, welches dann innerhalb der ÖBB und mit der Wirtschaftskammer Österreich, der Arbeiterkammer und der Gewerkschaft abgestimmt wurde. (mehr …)

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Neuer Blog: Mama geht studieren – Der Frauenanteil ist höher als erwartet

Im neuen Informatik-Institut der Uni Wien gibt es auch eine kleine Lounge für die Studierenden, hier findet das erste MentorInnentreffen statt. Für alle, die das wollen, stehen nämlich MentorInnen bereit, die bei der Studieneingangsphase – und auch später – helfen. Das erscheint mir ziemlich sensationell und ist ein Angebot, das es bei meinem ersten Studium in dieser Form nicht gegeben hat.

Neun Männer und drei Frauen fungieren in diesem Semester freiwillig als MentorInnen und betreuen jeweils fünf bis maximal 15 Studierende. Wobei bei diesen der Frauenanteil für ein technisches Studium erfreulich hoch ist: Insgesamt 95 Frauen und 207 Männer haben sich im Wintersemester 2012/13 für die Bachelors Informatik und Wirtschaftsinformatik angemeldet. (mehr …)

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