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Euro und Schweizer Franken: Wenn das Reisebudget durch die Finger rinnt

  • Mit dem Ende des Euro-Mindestkurses für den Schweizer Franken droht Touristen eine weitere spürbare Teuerung bei Besuchen im Alpenland.
  • Die Branche reagiert schockiert auf die Entscheidung der Nationalbank.
  • Besonders der Schweizer Wintertourismus steckt bereits seit Längerem in einer Krise.
  • Dass in den vergangenen Jahren viele Gäste ausblieben, führen Experten allerdings nicht nur auf die Preise zurück.
Von Charlotte Theile, Zürich, und Irene Helmes

Urlaub in der Schweiz ist kein Schnäppchen – das wussten EU-Bürger schon. Doch durch eine überraschende Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank dürften sich die Kosten regelrecht dramatisieren. Diese hat den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro aufgehoben. Innerhalb der ersten Stunden nach Bekanntgabe verteuerte sich die Schweizer Währung um mehr als 15 Prozent. So verliert das Reisebudget ausländischer Touristen spürbar an Wert. Wie sich der Wechselkurs in Zukunft verhält, ist zwar offen. Für den Fremdenverkehr in der Schweiz ist ein Kurssprung des Franken jedoch eine weitere schlechte Nachricht in Zeiten eines schweren Konkurrenzkampfs im Alpenraum.

In einer Pressemitteilung sprach der Schweizer Tourismus-Verband am Donnerstag von einem bedauernswerten Schritt der Nationalbank „aus heiterem Himmel“, der „für den nicht auf Rosen gebetteten Tourismus schwer zu verdauen“ sei. Man müsse nun weiter konsequent auf Innovation und die Stärkung des Images des Landes setzen. Der Chef des Schweizer Uhrenunternehmens Swatch sah in einer ersten Reaktion schwarz und sprach von einem „Tsunami, sowohl für die Exportindustrie als auch für den Tourismus und letztendlich für das ganze Land“. Branchen-Sprecherin Daniela Bär beklagte einen „schwarzen Tag für den Schweizer Tourismus“ und gab die Losung aus: „Schweizer, macht Ferien in der Schweiz!“.

Franken Schlecht für die Schweiz, gut für die Nachbarn

Die Zentralbank gibt den Franken frei. Wem schadet die Entwicklung? Und wer profitiert davon? Fragen und Antworten

Schon vor diesem Schock ging es etwa den Skiliften – ausgerechnet zum 150-jährigen Jubiläum des Schweizer Wintersports – alles andere als gut. Obwohl sie auch in der Saison 2013/2014 einige Millionen Menschen auf die Piste transportiert haben. 23,9 Millionen Skitage, sechs Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, verzeichneten die Skigebiete. Sieht man sich die langfristige Entwicklung an, ist das Ergebnis noch eindeutiger: In der Saison 2008/2009 gab es noch 29,3 Millionen Skitage, fast 19 Prozent mehr als im vergangenen Winter.

Dieses schlechteste Ergebnis seit zehn Jahren erklärten sich die Schweizer Bergbahnen in ihrem Jahresbericht zwar auch durch den warmen Winter und den Trend zu Schneesportarten, für die man keinen Lift braucht. Der wichtigste Grund für die Krise dürfte aber ein anderer sein: Die Schweiz als Urlaubsland war schon vor der heutigen Nachricht zum Wechselkurs zu teuer.

Etwas mehr als 69 Franken – zum bisherigen Kurs etwa 57 Euro, am Donnerstagnachmittag zwischenzeitlich sogar 67 Euro – kostet eine Tageskarte in den Schweizer Top-Winterskiorten derzeit durchschnittlich. In den angrenzenden Ländern – Italien, Frankreich und Österreich – liegen die Spitzen-Skigebiete unter 50 Euro. Viele Wintersportler sind deshalb in den vergangenen Jahren in die benachbarten Alpenregionen abgewandert: Seit 2003 wuchsen die günstigeren Konkurrenten, zu denen auch Deutschland gehört, jedes Jahr um durchschnittlich 0,4 Prozent. Die Schweiz verlor im gleichen Zeitraum fast zwei Prozentpunkte.

Touristen aus nahegelegenen Ländern wie Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden entscheiden sich immer seltener für einen Urlaub in der Schweiz. Besonders die Deutschen, die im Jahr 2008 noch mehr als sechs Millionen Übernachtungen in Schweizer Hotels buchten, halten sich zunehmend zurück: 2013 waren es 1,7 Millionen Übernachtungen weniger als 2008.

Skigebiete für Alpinfahrer, Langläufer, Rodler Weiß für alle

Die großen Skiarenen wetteifern um jeden Pistenkilometer – doch es geht auch anders: Diese fünf Wintersportgebiete bieten, was das Herz von Skifahrern, Langläufern, Tourengehern oder Rodlern begehrt. Alles in einem.

Wegen hoher Löhne und hoher Investitionskosten konnte die Schweiz schon bisher über den Preis kaum mit den Nachbarländern konkurrieren. Der Direktor von Schweiz Tourismus, Jürg Schmid, versuchte dies vor Kurzem zu relativieren: „Die Schweiz war nie billig und wird es wohl auch nie sein. Entscheidend ist, dass sie den Preis wert ist.“

Doch genau daran kamen in jüngster Zeit immer mehr Zweifel auf. Während im Nachbarland Österreich in den vergangenen Jahren viel Geld in neue Lifte, Beschneiung und Hotels gesteckt wurde, wagen sich die Schweizer Hotels und Skigebiete erst jetzt an Investitionen. Viele konkurrierende Ziele in Bayern, Österreich oder Südtirol haben aufgeholt, indem sie zum Beispiel moderne Lifte und bessere Pisten bereitstellten.

Andreas Keller, Sprecher der Schweizer Seilbahnen, nannte schon vor Monaten einen weiteren Grund für die Schwierigkeiten: den starken Franken. Seit 2008 sei die Schweiz allein durch die Schwäche des Euro bis zu 20 Prozent teurer geworden. „Dieser Effekt ist für uns doppelt negativ: Für EU-Bürger sind wir teurer – und für die Schweizer sind die Ski-Gebiete in der EU billiger.“ Genau diesen Trend dürfte die Wechselkursfreigabe nun noch weiter verstärken.

Bei den Übernachtungen waren die Zahlen des vergangenen Schweizer Winters immerhin etwas besser als beim Skisport: 15,6 Millionen Logiernächte konnten die Hotels in der Saison 2013/2014 verzeichnen. 2009/2010 waren es zwar noch 15,9 Millionen – doch nach dem Tiefstand von 15,2 Millionen 2011/2012 ging es zuletzt langsam wieder bergauf. In der Saison 2013/2014 lagen die direkten Einnahmen des Schweizer Wintertourismus bei etwa 14 Milliarden Franken, das entspricht den Jahren davor. Allerdings gibt es einen Trend zum Sparen: Bei den Schweizer Jugendherbergen stieg die Zahl der Übernachtungen im vergangenen Jahr besonders stark. Wintertrends wie Wellness-Urlaub, Schneeschuhlaufen und Winterwandern werden immer beliebter – doch auch sie sind vor einer ungünstigen Entwicklung des Wechselkurses nicht gefeit.

Wintersport in den Alpen Wer hat’s erfunden?

Die Schweizer feiern in dieser Saison 150 Jahre Wintertourismus. Zu Recht? In Österreich macht man ihnen das Jubiläum streitig. Weil sich Tradition gut verkauft, deutet jeder die Geschichte für sich.

Trotz allem erklärte Tourismusdirektor Jürg Schmid zu Anfang dieses Winters, der Schweizer Wintersport sei im Jahr seines 150-jährigen Jubiläums in einer „hervorragenden Situation“. Gerade Hotels mit vier Sternen seien stark gefragt – 2013 konnten diese um mehr als elf Prozent zulegen. Es gebe eine Vielzahl an Innovationen und Investitionen, die das Land auch in Zukunft attraktiv machen würden.

Der Paukenschlag zum Wechselkurs könnte allerdings noch mehr Urlauber vor die Frage stellen, ob ihnen all das den Preis tatsächlich wert ist.

Tipps für die Alpen Die schönsten Orte im Winter

Es soll ja Menschen geben, die nichts mit der kalten Jahreszeit anzufangen wissen. Dabei gibt es so viele Orte, an denen der Winter Spaß macht. Wir stellen unsere Favoriten in den Alpen vor.

 

Adresse der Quelle:

www.sueddeutsche.de

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Pannen in den Ferien: Na, wie war der Urlaub?

Regen, Mücken und Sonnenbrand. Weinende Kinder, streitende Freunde und die Unmöglichkeit, Zugtickets zu ergattern. Wer von den Ferien immer nur schwärmt, lügt oder hat Glück gehabt. SZ-Autoren und ihre schlimmsten Urlaubspannen.

Spaßterror

Ein Ferienhotel auf der kroatischen Insel Mali Lošinj, ein Stapel Bücher, es ist die herbeigesehnte oder auch nur herbeigeredete Entspannung. Doch irgendwann siegt die Versuchung: Die zehnjährigen Mädchen wollen auf die Reifen, die übers Wasser fliegen, was lustig aussieht, wenn man am Strand liegt. Der Kapitän des Motorboots deutet mahnend auf die Schwimmwesten; zwei gefallsüchtige Väter und zwei ahnungslose Töchter nehmen nach einer kurzen Instruktion („alles easy“) ihre Plätze ein.

Und los geht die Fahrt mit dem Vierspänner, eher gemächlich, bis der nette Kroate, animiert vom Seegang, mal so richtig Gas gibt. In den Gesichtern der Mädchen, die gerade noch voller Begeisterung waren, spiegelt sich jetzt das blanke Entsetzen, wobei der Bootsführer das Kreischen als Zustimmung wertet, noch einen Gang zulegt und Wellenklatschen spielt. Eine Tochter jault fast so laut auf wie der Motor, das Gesicht voller Salzwasser und Tränen. Wie lautete doch der Kommentar der fränkischen Reisegruppe, die vor uns dran war? „Dodaaal abardig.“

Regnerischer Sommer in Italien Hallo! Sonne?

Je kürzer der Urlaub wird, umso perfekter muss er sein. Doch wenn es regnet, ist nichts locker. Nicht der Sand. Nicht die Leute. Besuch auf einem der größten Campingplätze der Adria – in einem Sommer, wie sie ihn dort noch nicht erlebt haben.

Nach endlosen 15 Minuten hat der Kapitän ein Einsehen und steuert den Strand an. Ein Vater hat blutige Ellbogen, weil er sich mit der Wucht eines Akkuschraubers in den Haltegriff des Gummitiers hineinmanifestiert hatte. Der andere versucht vergeblich, seine wimmernde Tochter zu besänftigen: War doch nur ein Spaß! Oh ja, unvergesslich.

Christian Mayer

Autopanne

Das Wohnmobil war fabrikneu. Wir hatten es für drei Wochen ausgeliehen, um damit den Rhein entlangzufahren, von der Quelle zur Mündung. So ein Haus auf Rädern ist ja eine prima Sache – solange man damit nicht einparken, rückwärtsfahren oder wenden muss. Beim ersten Rangierversuch stand leider ein Felsen im Weg. Beule Nummer eins. Das seitliche Einparken lief auch nicht so glatt. Beule Nummer zwei.

Die Allee in Düsseldorf war schön, aber die Äste der Platanen hingen dann doch tiefer als erwartet. Beule Nummer drei. Nach drei Wochen war ich so nervös, dass ich am liebsten nicht mehr anhalten wollte, vor lauter Angst vor der Beulenpest. Deshalb lehnte ich die Bitte meiner Kinder, auf dem Weg zur Rückgabestation bei McDonald’s zu halten, hartherzig ab. Wie sollte ich denn da bitte parken mit so einem Monster? Darauf der Vorschlag meiner schlauen Tochter: „Fahr doch durch den Drive-through!“ Spitzenidee. Allerdings stellten wir fest, dass die Höhenbegrenzung ein paar Zentimeter unter der Gesamthöhe unseres Fahrzeugs lag – und zwar genau in dem Moment, als das Wohnmobil scheußlich knirschte und dann feststeckte.

Sommerurlaub in aller Welt Weg hier!

Die peinliche Szene, in der ich auf das Dach klettere und das abgerissene McDonalds-Schild vom Auto zerre, ist auf vielen Handy-Videos zu sehen, denn der Unfallort war schnell von mehreren Schulklassen umringt, die gerade aus ihren Bussen ausgestiegen waren. Beulen Nummer vier und fünf. Der Schadensbericht, den ich bei der Versicherung ablieferte, wird dort wahrscheinlich bei jedem bunten Abend zur Erheiterung vorgelesen.

Titus Arnu

Bettwanzen

Der Biss der Bettwanze wirkt spät. Erst Stunden nach dem Aufstehen fängt es an zu kribbeln, anfangs nur ein bisschen, am Ende würde man sich am liebsten die Haut abziehen. Die meisten Urlauber haben nur von den Biestern gehört, aber fast jeder Pilger lernt sie irgendwann kennen. Ich habe in der Meseta das Vergnügen, dem kargen spanischen Hochland, das den Jakobspilger kurz nach Burgos erwartet.

Die Übernachtung im Refugio kostet wie immer nur ein paar Euro, ist angesichts der muffigen Laken und der Schnarchorgie der Bettnachbarn aber auch kein wirkliches Schnäppchen. Am nächsten Tag marschiere ich im Morgengrauen mit zwei dicken Kolumbianern los. Bei unserer ersten Kaffeepause setzt das Kribbeln ein. Kurz darauf fange ich an, mich zu kratzen. Gegen Mittag erklären die Dicken, dass sie jetzt lieber allein weiterlaufen würden.

Urlaubsziele der Deutschen Ballermann und Ballerfrau

Endlich Urlaub! Aber wohin? Fernreisen sind zwar ein beliebtes Partygespräch, doch im Normalfall heißt es für Deutsche eher „Malle“ statt Malediven. Die Badewanne Mittelmeer lockt, auch in Krisenländern füllen sich die Hotels wieder.

Am Abend haben sich die aufgekratzten Stellen an Armen und Beinen in Verbindung mit der Sonnenmilch in dicke Pusteln verwandelt, aus denen abwechselnd Blut und eine wässrige Flüssigkeit laufen. Der Juckreiz: kaum auszuhalten. Er begleitet mich weiter. Bis Santiago de Compostela, etwa 500 Kilometer lang. Vielleicht kommen auch ständig neue Bisse dazu, keine Ahnung. Der Jakobsweg, heißt es, gibt jedem Pilger das, was er verdient.

Marc Felix Serrao

Unfall

Die Berliner Familie im Nachtzug nach Zürich, unterwegs in die Schweizer Alpen. Die Kinder schlafen, der siebenjährige Sohn mit seinem Panini-Album im Arm, es ist Fußballweltmeisterschaft. Plötzlich, der Zug steht gerade, ertönt ein Knall, gefolgt von Geschrei. Der Junge ist aus dem obersten Bett des Liegewagens gestürzt, Blut läuft vom Kopf in sein Deutschland-Trikot. Der Schaffner kommt, dann drei Sanitäter mit einer Trage.

Im Halbschlaf rafft die Familie ihr Gepäck zusammen, um die Weiterfahrt im Rettungswagen anzutreten. Für die Frage, wo man eigentlich sei, reicht es noch. Auf dem Bahnhof Mannheim, was sich später als die Unfallursache herausstellen wird. Dort rangiert der Nachtzug, was wohl mit einer Wucht geschah, dass es den Jungen aus dem Bett katapultierte. Statt auf die Bergstation geht es für die Berliner Familie nun stationär ins Krankenhaus. Die Diagnose ist schnell gestellt, Verdacht auf Gehirnerschütterung.

Die Ärztin sagt, dass der Junge eine Woche nicht in die Sonne und keinen Sport machen dürfe. Und Fernsehen sei bei Gehirnerschütterung kontraindiziert. Es ist 3.41 Uhr morgens im Universitätsklinikum Mannheim, der erste Ferientag, der Tag des Finales der Fußballweltmeisterschaft. Und noch bevor die Ärztin die Worte „absolutes Fernsehverbot“ fertig ausgesprochen hat und das Geheul eines siebenjährigen Jungen das Krankenzimmer erfüllt, ist klar, dass die Therapie des Problems das noch viel größere Problem sein würde.

Verena Mayer

Ticketprobleme

Wir betreten die Schalterhalle des Lissaboner Bahnhofs Santa Apolónia gegen 19 Uhr mit der Absicht, Fahrkarten für einen Nachtzug zu kaufen, der um 21.18 Uhr ins französische Hendaye fährt. Über das Strebertum, so zeitig da zu sein, hat sich ein Mitreisender da schon weidlich lustig gemacht. Sechs Schalter haben geöffnet, vier für „Inland“, zwei für „Ausland“.

Postkarten aus dem Urlaub „Bunt und kitschig muss es sein“

Boris Hesse bringt die Hälfte aller Ansichtskarten heraus, die in Deutschland gekauft werden. Ein Gespräch darüber, weshalb amerikanische Touristen nicht ans Meer fahren, Japaner den Rhein lieben und Angela Merkel auf Postkarten nicht laufen würde. SZ-Magazin

Vor den Auslandsschaltern drängen sich etwa achtzig Leute, viele Interrailer. Vor den Inlandsschaltern drängt sich: niemand. Die einsamen Mitarbeiter sagen höflich: „Für Auslandskarten wenden Sie sich bitte an unsere Auslandsschalter.“ Im Verlauf der nächsten Stunde gelingt es den beiden Fachverkäufern für Schienenfernreisen, locker elf, zwölf Kunden zu bedienen. Weil es so gut vorangeht, macht um 20 Uhr einer der Auslandsschalter zu.

Um 21.17 Uhr flehen Dutzende Deutsche, Engländer und Italiener den Schaffner des Sud-Expresso an, doch bitte auch ohne Ticket einsteigen zu dürfen. Der Mann erklärt sachlich, aber bestimmt, dass man in seinem Land fürs Zugfahren Fahrkarten brauche. Nach einem Regenguss ist der Abend in Lissabon dann angenehm mild und der gegrillte Hammel ausgezeichnet.

Roman Deininger

Gruppenkoller

In dem Streit ging es oberflächlich darum, dass die eine Mutter eine Tierschützermutter ist und der Vater einer anderen Familie findet, dass Tiere vor allem erst mal stinken. Unter der Oberfläche ging es darum, dass drei Elternpaare und acht Kinder seit zehn Tagen in einem Haus am Strand festsaßen, Italien, Regen, dünne Wände. Nachts Mücken, wimmernde Babys, irgendwelche Tiere unterm Dach. Warum noch mal macht man das mit dem Verreisen?

Am letzten Abend kann man jedenfalls immerhin draußen essen. Die Kinder toben im vermatschten Garten, überhaupt, die Kinder lieben sich in diesem Urlaub, die können das ja mit der Enge. Die Eltern trinken Wein und schweigen, zwischendurch atmen sie tief, laut durch. Dann schleicht ein Tier in der Dunkelheit herum. Marder? Katze? Was Größeres? Die eine Mutter stellt eilig einen Speiseresteteller für das Tier zusammen, während der andere Vater aufspringt, in die Küche rennt und mit der Riesenwasserpumpgun bewaffnet brüllend in den Garten stürmt. „Jetzt hab ich dich! Gib Ruhe, du Stück!“, schreit der Vater und spritzt wild um sich. „Tiermörder! Du bist ein Tiermörder!“, schreit die Mutter und springt auf.

Der Streit eskaliert dann im Laufe des Abends über mehrere Stufen. Es wird gestritten, wie unter Erwachsenen im Grunde überhaupt nicht mehr gestritten wird. Laut, gemein, persönlich, grundsätzlich, nachtragend, alle durcheinander. Alle schlafen tief in dieser Nacht. Am nächsten Tag fahren sie aufgeregt nach Haus. Im Auto fragen die Kinder, ob sie nun nie mehr mit ihren Freunden in den Urlaub fahren werden.

Dieses Jahr waren wir alle zusammen im Allgäu. Vor dem Haus grasten Kühe. Es war viel zu kalt für Wasserpumpguns. Aber es war wunderschön.

Vera Schroeder

Miese Küche

Es sollte so richtig die große Cucina Italiana werden – zwei Wochen Süditalien, ein tolles Haus, vier begeisterte Esser und jeden Tag auf den Markt! Deshalb wählten wir den Erntemonat September als Reisetermin ins Cilento, suchten schon ein Jahr vorher das perfekte Ferienhaus. Nach Wochen abendlichen Abwägens war die Wahl auf ein großes Haus am Hang gefallen, teuer, aber freie Sicht aufs Meer und drei Terrassen mit Zitronenbäumen und Rosmarinrabatten. Wir packten viele Kochbücher und wenige Klamotten ein, schließlich hatte es noch 27 Grad, und fuhren dann sehr lange in eine Richtung, nicht ohne dabei schon den ein oder anderen Marktstand zu plündern.

Schlechte Aussichten, tolle Leserfotos Hotel Tristesse

Das Haus war prächtig, die Terrasse groß, die Zitronenbäume vorhanden, das war aber auch das einzige kulinarische Entgegenkommen. Die Küche, die auf den Fotos großzügig gewirkt hatte, war klein und vollgestellt, der Gasherd funktionierte nur zur Hälfte, es gab keine Schneidbretter und, unfassbar, nicht mal richtige Gläser. Dem Grill fehlte der Rost, dafür rostete der Backofen, und das Wasser im Spülbecken lief nicht ab. Darüber hing ein Schild, das auf Deutsch die Hausregel ausgab: „Bitte werfen Sie den Mull in den Ort“.

Da standen wir, mit Kisten voll Tomaten und einer tropfenden Tüte mit frischen Rotbarben und hatten nicht mal ein Schneidebrett. Eine abgebrochene Türklinke, einen Skorpion unterm Sofa und zwei Nächte in einem kollabierenden Bett später wussten wir, wie mit der neuen Situation umzugehen war: Wir gingen einfach nicht mehr ins Haus. Blieben von morgens bis abends im Garten und zogen um zehn Uhr nachts runter in die Restaurants. Nächstes Mal reicht wieder ein Zelt!

Max Scharnigg

 

Erstmals erschienen auf:

http://www.sueddeutsche.de/reise

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Dänemark bietet viel Spaß

 

Dänemark bietet viel Spaß

Urlaub im Norden Europas zu verbringen ist längst keine ausgefallene Idee mehr, sondern vielmehr ein Hobby welchem sich sehr viele Menschen hingeben. Besonders Dänemark hat hierbei eine Menge für Touristen und Urlauber aus aller Welt zu bieten, so dass es ohne Frage nicht überraschend kommen kann, dass viele diesen Weg einschlagen. Die Freundlichkeit der Personen, das tolle Angebot der Unterkünfte mit passenden Ferienhaus Dänemark Angeboten oder aber die Natur – dieses Land ist wahrlich sehr anziehend. (mehr …)

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Eine Kreuzfahrt mit den Kindern – Ein Urlaub mit Kind und Kegel auf Hoher See

 

Eine Kreuzfahrt mit den Kindern – Ein Urlaub mit Kind und Kegel auf Hoher See

‚Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön‘… Viele Eltern träumen davon auch einmal mit ihren Kindern eine Schiffsreise zu unternehmen. Eine Kreuzfahrt mit Kindern klingt für viele jedoch erst einmal unmöglich. Man stellt sich vor wie Seniorenclubs auf Deck Bridge spielen und am Abend genüsslich Champagner schlürfen und Kaviar verspeisen. Das ist ein Klischee, dass mehr und mehr verblasst. (mehr …)

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Wussten Sie, dass…: Wandern durch die Geschichte des italienischen Papiers

Seit dem Mittelalter wird am Gardasee Papier produziert, auch für den türkischen Sultan. Heute führt ein Wanderweg durchs Tal, vorbei an neuen Fabriken und alten Ruinen.

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Urlaubsmöglichkeiten in Bulgarien

Im Osten Europas gelegen, hat sich Bulgarien in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu einem Urlaubsland gemausert, dass vor allem auch durch den Sonnenstrand bekannt wurde. Wer schöne Reiseziele für seine Ferien in diesem Land sucht, der sollte auch Sofia die Hauptstadt des Landes besuchen. Hier findet der Urlauber Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Museen und die schönste Architektur als wunderbare Zeitzeugen der verschiedensten Epochen dieses Landes. (mehr …)

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Paradies im Indischen Ozean: Die GREEN AND BLUE Zanzibar Ocean Lodge lädt zum „Abenteuer Afrika“

Blue Safaris, Gewürzplantagen, Naturreservate und das brodelnde afrikanische Leben – all das und noch viel mehr bietet die GREEN AND BLUE Zanzibar Ocean Lodge in ihrem aktuellen Adventureprogramm. Das Paradies liegt im Nordosten der Insel Zanzibar im Indischen Ozean. Dort haben österreichische Touristiker die GREEN AND BLUE Zanzibar Ocean Lodge errichtet, die Reisende auf Tuchfühlung mit Afrika bringt. Das soeben vorgelegte Adventureprogramm der exotischen Zanzibari-Lodge entführt seine Gäste zu den schönsten und authentischsten Plätzen der Gewürzinsel. Gewohnt wird im GREEN AND BLUE direkt am Ozean, in geschmackvollen Bungalows und Villen im Zanzibar-Stil im prachtvollen Garten. Alles vom Besten – von der Spitzenküche bis hin zum Spa. Das echte Afrika – eine Kultur jenseits von jedem Massentourismus – beginnt direkt vor dem Resort. Auf der unvergesslichen Spice-Tour erleben Feinschmecker, wie intensiv Gewürze, Kräuter und Früchte in ihrer Heimat schmecken und duften. Gäste besuchen die beeindruckenden Gewürz- und Obstplantagen, denen Zanzibar seinen Namen als Gewürzinsel verdankt und die viele Spitzenköche von nah und fern anlocken. Vorbei führt der Weg an den orientalischen Bädern, die einst ein Sultan für seine Frau errichten ließ. Stone Town ist ein Erlebnis für sich. In dem alten, kulturellen Herz Zanzibars hat sich in den letzten 200 Jahren nicht viel verändert. Die Besucher sind fasziniert und gefesselt zugleich von dem alten Labyrinth aus engen Gässchen, von den Bazars, wo das afrikanische Leben pulsiert, vom Hafen und den alten „Zeugnissen“ aus der Zeit des Sklavenhandels. Ein Juwel sind die traumhaften Naturreservate auf Zanzibar. Umgeben von einer unendlichen Vielzahl exotischer Pflanzen kreuzen Riesenschildkröten, der seltene rote Colobus-Affe oder der kleine Zanzibar-Leopard die Wege der Besucher. Ein weiterer Höhepunkt: eine „Safari Blue“, die zu den Riffen, Sandbänken und Delfinen von Menai Bay, einem maritimen Naturschutzgebiet, führt. GREEN AND BLUE führt zum Tauchen, zum Hochseefischen, Kajakfahren, Parasailing – kurz allen Schönheiten und Highlights, die der Indische Ozean zu bieten hat. Noch ein heißer Tipp: Alex und Yusuph, zwei Einheimische, begleiten Schnorchelliebhaber zu den schönsten Plätzen von Mnemba Island (ein professionelles Schnorchelequipment wird zur Verfügung gestellt). Nach einem unglaublichen Trip in die Unterwasserwelt lädt das GREEN AND BLUE Resort zu einem romantischen Lobster-Dinner auf einer einsamen Sandbank. Swiss Air, Oman Air oder Qatar fliegen von Wien, München oder Zürich nach Dar es Salaam. Von dort geht es in nur einer halben Stunde Flugzeit mit lokalen Airlines weiter nach Zanzibar (weitere Verbindungen über Muscat (Oman Air), Dubai (Emirates) oder Mombasa (Air Berlin)). In der Zwischensaison (01.04.–21.06.13) kostet ein Gardenfront Bungalow 280 USD pro Nacht.

Summer Special auf der Gewürzinsel Zanzibar (22.06.–31.10.13)
Leistungen: 7 Ü im Gardenfront Bungalow inkl. À-la-carte-Frühstück, Welcome-Cocktail, 1 Massage p. P., 1 Stone Town Citytour und Spice-Tour, Flughafentransfer – Preis für 2 Pers.: 2.280 USD
in jeder Buchung inkludiert: À-la-carte-Frühstück im Restaurant, freie Getränke während des Flughafentransfers, Welcomedrink, Wasser-, Tee- und Kaffeeequipment im Bungalow, Aircondition, wenn gewünscht Zimmerservice, Hotelsafe, Minibar, Strandtücher, Sonnenliegen, Sonnenschirme, Reef Schuhe zum Ausleihen, Outdoorpool, Babysitter auf Anfrage, frisches Trinkwasser in den Bungalows – weiters: europäischer Arzt auf Abruf. (mehr …)

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Wünsche werden wahr im Quellenhotel & Spa**** – BILD

Im Quellenhotel & Spa**** verbringt man abseits von Hektik und Vorweihnachtlichem Stress die Tage in Ruhe und Besinnlichkeit.

Bad Waltersdorf (ots) – Termine, Einladungen und Besorgungen hetzen uns durch die Vorweihnachtlichszeit. Schon lange ist der Advent nicht mehr dass, was ihn eigentlich ausmacht: Leise werden, zurück treten und auf die Ankunft warten. Genau das bietet die „Quelle der Ruhe“, denn das Quellenhotel & Spa**** der Heiltherme Bad Waltersdorf ist der ideale Ort um einfach durchzuatmen und der Hektik zu entfliehen. (mehr …)

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Richtig abschalten im Urlaub: Erholung ohne Handy / TÜV Rheinland: Handy und Laptop zuhause lassen / Falls nötig Vereinbarungen über Erreichbarkeit treffen / Urlaub richtig planen

Köln (ots) – Ein Grund, warum immer mehr Menschen im Urlaub nicht richtig abschalten können, ist ihre ständige Erreichbarkeit. “Wer Mobiltelefon und Laptop im Urlaub anlässt, findet nicht den nötigen Abstand zum Alltag”, erklärt Dr. Ulrike Roth von TÜV Rheinland. Die Folge davon ist, dass die erhoffte Erholung nicht eintritt. Die Gesundheitsexpertin rät daher, Geschäftshandy und Laptop gar nicht erst mit in den Urlaub zu nehmen oder klare Vereinbarung über die Erreichbarkeit zu treffen. (mehr …)

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alltours schafft im Juni die Trendwende in Griechenland und erreicht 13% Buchungsplus

Duisburg (ots) – Der Reiseveranstalter alltours hat für Griechenlandurlaube die Trendwende im Juni geschafft. Nachdem die Reisebranche bisher Buchungsrückgänge für Griechenlandurlaube verzeichnen musste, meldet alltours als erster Veranstalter für seine Veranstaltermarken ein zweistelliges Buchungsplus für Urlaub in Hellas. In der ersten Junihälfte liegen die Buchungen bei alltours 13% über dem gleichen Vorjahreszeitraum. „Die Preissenkungen und unsere groß angelegte Imagekampagne für Griechenland haben zu der Entwicklung maßgeblich beigetragen, sagte Willi Verhuven, Vorsitzender der alltours Geschäftsführung. alltours und die griechische Zentrale für Fremdenverkehr haben in den vergangenen Wochen die Werbung für die Feriengebiete in Griechenland verstärkt. Außerdem wurden die Preise für Reisen in die Ägäis gesenkt, um bis zu 30%. Die Frühbucherfristen für einen Urlaub auf den griechischen Inseln wurden verlängert. (mehr …)

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